Der Retreat für zu Hause. Dein persönlicher Ort der Regeneration.

Warum denn nach Bali schweifen, wenn das Gute liegt so nah! Retreats sind in und tun gut. Sie sind aber auch teuer und oft weit weg. Wie du dein eigenes Retreatcenter einrichtest, erfährst du in diesem Beitrag.

Liebe Leserin, lieber Leser

Es ist speziell in dieser Zeit enorm wichtig, einen klaren Kopf und innere Ruhe zu bewahren. In diesen Monaten ist es essentiell, Lügen von Wahrheit, Lichtes von Unlichtem zu unterscheiden. Wie im Beitrag «Im Wahnsinn die innere Ruhe bewahren» erwähnt, ist dafür ein Raum wichtig, in dem genau jene Ruhe einkehren darf. Es braucht einen Ort, an den man sich zurückziehen kann, um nachzudenken und nachzuspüren, sich zu erholen, zu entgiften und mit voller Kraft wieder in die Welt hinauszutreten; es braucht einen Retreat.

Ein Retreat nur für Dich

Retreat ist der englische Begriff für Rückzug. Schon tausende Jahre lang zogen sich Weise, Schamanen und Erkenntnissuchende zurück, um in Ruhe nach innen zu schauen, oder sich körperlich für eine grosse Aufgabe vorzubereiten. Heute wird darunter vor allem ein Ort verstanden, zu dem man hingehen kann, um sich im Urlaub zu erholen, spirituelle Einsichten zu bekommen und sich mit lebendiger Nahrung (oder Fasten) auch körperlich zu regenerieren. Es gibt Retreats, die speziell auf Yoga spezialisiert sind, Vipassana anbieten, Rohkostentgiftungen offerieren oder ihren Besuchern einfach einen Raum der Stille bieten. Retreats, die Rohkost (die heilendste Form, die Lebensmittel zuzubereiten) mit Ruhe, Bewegung, Meditation und Entgiften zusammenbringen, befinden sich oft einige Flugstunden entfernt und sind auf ein wohlhabenderes, westliches Klientel ausgerichtet. Ich verstehe, warum es helfen kann, einen solch langen Weg auf sich zu nehmen, um in einer Kultur sich selbst zu finden, die die geistige Welt nicht einfach nur ignoriert oder auf einige sonntägliche Pflichtbesuche in einer Kirche reduziert. Eine Kultur wie die balinesische, die hawaiianische oder einer anderen naturverbundenen Lebensweise lässt sicherlich ein Feld entstehen, in dem es leichter fällt, sich wieder mit sich zu verbinden.

Du kannst aber genauso einen solchen Ort bei dir zuhause erschaffen. Ich habe das schon unzählige Male gemacht. Für uns (meine Partnerin und mich) ist es unglaublich wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem wir ankommen können und uns erholen können. Als Gesellschaft befinden wir uns in einem gigantischen Wandel, in dem immer mehr Menschen aufwachen und die etablierten Systeme und ihre Propaganda hinterfragen. Es ist eine Zeit der Höhen und Tiefen, des Chaos und der Neuorientierung. Einen Ort der Ruhe zu haben, kann da enorm helfen. Egal ob du, wie wir auf dem Land, in einer WG in der Stadt oder bei deinen Eltern in einer Wohnung wohnst; es gibt immer die Möglichkeit, sich seinen persönlichen Retreat zu erschaffen; seinen persönlichen Ort des Rückzuges und der Regeneration.  Man braucht keine Tausender dafür…

Das sind die Vorteile

Dein persönlicher, dir bekannter Raum bietet Sicherheit und Geborgenheit. Zwei Voraussetzungen, um in die Ruhe zu kommen und sich wohlzufühlen.

In deinem Retreat kannst du Heilpflanzen und Lebensmittel anbauen, die deinen Körper mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgen und ihn entgiften lässt. Funktioniert auch ohne Balkon!

In deinem Retreat kannst du die Tür zur Aussenwelt schliessen und einfach mal in deiner Welt verweilen.

Mit der Zeit entsteht in deinem Retreat ein Kraftort, der deine Batterien wieder auflädt.

Ein Retreat, der mit anderen, Gleichgesinnten geteilt wird, wird noch viel stärker wirken

Ein persönliches Retreat planen und erschaffen

Wir Menschen haben verschiedene Bedürfnisse. Schreibe dir die Punkte auf, die dir am wichtigsten sind und von denen du denkst, dass sie dir in deiner jetzigen Lebenssituation am besten weiterhelfen. Es gibt sehr viele Aspekte, die deine persönlichen Retreat ausmachen. Hier ein paar Beispiele:

Die oberen Ideenfelder eines Retreats, sind auf einen Ort der Geistigen und körperlichen Regeneration ausgelegt. Es kann aber auch Retreats geben, in denen man sich durch sinnvolle körperliche Arbeit, kreatives Erschaffen, gemeinsames Musizieren oder Lachen und Blödsinn machen, regenerieren kann. Stille kann ebenso heilsam sein wie Lachen-bis-zum-Umfallen. Ein Mindmap oder ein Cluster mit Ideen für sich selbst zu gestalten, kann dir helfen, deine Gedanken zu sortieren und herauszufinden was du jetzt in diesem Moment in deinem Raum haben möchtest. Ich verwende diese Hilfe, wenn ich einen Garten für jemanden plane und so die Bedürfnisse aller aufnehmen kann, die sich in jenem Lebensraum aufhalten werden.

Mehr und mehr bekommst du nun eine Idee davon, wie dein Raum aussehen könnte, wie er riechen wird, wie er sich anhören soll, welche Oberflächen er haben soll und wie wohl das Gefühl sein wird, sich in ihm aufzuhalten. Du kannst ihn zeichnen, dir deinen Platz einfach bildlich vorstellen, eine Materialliste schreiben oder einen Strategieplan erstellen, der dich bei der Umsetzung deines Vorhabens leitet.

Arbeite mit dem, was du hast

Viele kommerziell arbeitende Retreats, Fastenhotels etc. haben eine teure Infrastruktur, um ihren Gästen den grösstmöglichen Komfort zu bieten. Das kostet natürlich viel Geld. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass wir immer alles im Leben zur Verfügung haben, was wir in jener Lebenssituation brauchen. Schau also um dich herum und beobachte, was bereits vorhanden ist.

Gibt es eine Zimmerpflanze, von der du vielleicht noch nicht weisst, dass sie Toxine aus der Luft filtert? Wenn dein jetziger Lebensort lärmig und störend wirkt, dann kann ein Raum ausserhalb deiner Wohnung vielleicht zu deinem Retreat werden (denke auch hier grösser). Hast du einen Garten, einen Balkon oder ein Fenster für die Anzucht von Gewürzen, Duft- und/oder Heilpflanzen? Tun dir deine Mitbewohner*innen gut oder liegt immer Spannung in der Luft? Welche Wildpflanzen wachsen in deiner Umgebung, die dich beim Entgiften unterstützen können? Wie sieht es mit deiner Ernährung aus? Gibt es da noch Gluten, Laktose, raffinierten Zucker, tierische Proteine und andere Dinge, die deinen Körper nicht zu seiner Höchstform unterstützen? Wie viel kannst du davon als ersten Schritt aus deinem Menüplan streichen? Gibt es Dinge, die du als Kind unglaublich gern gemacht hast, jetzt aber keine Zeit mehr dafür findest? Existiert bereits ein Raum, in dem du dich sehr wohlfühlst und Stress als Fremdwort erscheint?

Gut, langsam wird das Bild deines Raumes immer deutlicher. Dieser Raum kann wirklich in verschiedensten Formen auftreten. Er kann ein Haus mit Garten und schützender Hecke sein, nur ein Garten, nur ein Raum in einer WG, ein Balkon oder ein Waldstück. Als ich noch einen kleineren Körper bewohnte, war eine einfache Kartonschachtel einer Waschmaschine mein Rückzugsort. Ich Schnitt mit einem Japanmesser Fenster und eine Tür hinein und fühlte mich zuhause.

Einen Raum der Liebe

Viele alte Kulturen und seit kurzem auch ein grösserer Teil der modernen Wissenschaft, fanden heraus, dass Wasser Informationen speichern kann. Die Wassermoleküle bilden untereinander Cluster und merken sich verschiedenste äussere Einflüsse. Wasser, dass durch natürliches Gestein und später durch ein mäandrierendes Bachbett geflossen ist, zeigt beim Gefrieren und dem Untersuchen unter dem Mikroskop eine harmonische, geordnete Struktur auf. Die Kristalle von Leitungswasser, dass durch viele Winkel und Ecken fliessen musste, wirken dagegen chaotisch und sind überhaupt nicht schön anzusehen. Im Labor konnte jene Kraft nachgewiesen werden, die das Wasser am stärksten verändern kann; es sind menschliche Emotionen und Gefühle! Das Wasser und sein Essen vorher zu segnen und ihm zu danken ist keine schlechte Idee!

Wie das Wasser ist auch ein Raum fähig, Informationen zu speichern und so programmiert zu werden. Meistens geschieht das unbewusst. Wenn du in eine neue Wohnung ziehst und eigenartige  Träume und Visionen von dir fremden Menschen und Handlungen hast, dann sind es vielleicht die Erinnerungen und Gefühle deiner Vormieter oder manchmal sogar der Bauarbeiter (wenn es ein Neubau ist), die sich vorher in jenem Raum für eine längere Zeit aufhielten.

Merke dir einfach: Wenn du einen Raum durchschreitest und ihn beobachtest, deinen Freunden die neue Wohnung zeigst, oder selbst ein Haus baust, dann beobachtet dein Raum auch dich und die Menschen, die du durch ihn führst!

Mit dieser Erkenntnis wird klar, weshalb es wichtig ist, auch sein Zuhause oder seinen Rückzugsort zu segnen und ihm mit liebevollen Gefühlen zu begegnen. Der Raum wird diese Gefühle erwidern und sich mit einer Atmosphäre bedanken, in der man sich wohlfühlt. Wenn du dem Raum dankbar bist, für das was er bietet (z.B. Schutz), dann wird zwischen euch eine Verbindung der Liebe entstehen. Er wird dich dann gerne beim Regenerieren, Entgiften und Zur-Ruhe-kommen unterstützen. 

Auf diesem Blog dreht sich alles um das Leben im Einklang mit sich selbst und seiner Mitwelt, ums Erschaffen von Lebensräumen und um Verbindung. Viele meiner früheren Beiträge können dir helfen, dein Retreat zu gestalten und dich mit Tipps und Tricks beim Erschaffen unterstützen. Wenn dich die Themen dieses Blogs interessieren dann folge uns doch, indem du unten auf den Knopf drückst. Viel Spass beim Lesen, Nachdenken und Erschaffen!

Die Beiträge dieses Blog werden nicht nur von mir erschaffen. Désirée liesst die Texte oft mehrmals durch und hat Anregungen und Verbesserungsvorschläge, Michelle (eine liebe Freundin von uns), liesst die Texte gegen und verbessert sie. Beide sind auch ein essentieller Teil unserer Instagramseite und des sich entwickelnden Youtubekanals. Sie werden in Zukunft mehr in den Vordergrund treten, denn sie haben ebenfalls viel Spannendes zu erzählen….

Euer Erdwandlerteam!

Unsere Instagramseite: https://www.instagram.com/erdwandler/

Unser Youtubekanal: https://www.youtube.com/channel/UCFtyH5s2hpekI2X_SuHhwkg

1 Kommentar zu „Der Retreat für zu Hause. Dein persönlicher Ort der Regeneration.

  1. Lovely to see you looking so happy and well, Joscha! Many thanks also for the retreat-at-home tips.

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