Wenn ein Mensch zu leuchten beginnt….

Es gibt nichts Schöneres Auf der Welt für mich, als miterleben zu dürfen, wenn ein Mensch zu leuchten anfängt. Nicht nur ein Flackern, sondern mit seinem ganzen Wesen erstrahlt. Dann, genau dann, wenn er/sie zu sich selbst findet; zu sich selbst und gleichzeitig zu allem was existiert!

Liebe Leser dieses Blogs

Ich habe das Glück, mich klar an Szenen frühster Kindheit erinnern zu können. Die grösste Klarheit haben dabei die Erinnerungen mit Gefühlen tiefster Verbundenheit. Momente an in denen ich mich mit allem im Reinen gefühlt hatte. Ab dem zweiten Kindergartenjahr -mit 6 Jahren- änderte sich jedoch einiges. Ich erfuhr Trennung und konnte mich und meine Interessen von Jahr zu Jahr weniger mit den Menschen in meiner direkten Umgebung – geschweige denn mit den Kindern meiner Altersklasse – vereinen. Ein jähes Gefühl der Trennung etablierte sich. Ich stellte zu viele Fragen in der Schule, hatte gewaltiges Interesse an der Natur und fand den Untericht ab dem dritten Schuljahr zusehens langweiliger. Die Lehrer sprachen davon, dass ich immer eine «Extrawurst» benötigen würde und dadurch auffalle. Ich verstand das alles damals als Kritik und begriff einfach nicht, warum ich denn nicht einfach passen konnte. Dazu kamen Mobbing, emotionale Manipulation und dann zeitweise blanker Selbsthass; die grösste mögliche Form der Trennung, die ich erfahren konnte. Ich hasste wie ich aussah, hasste meine Interessen und hasste meine Schwäche. Das alles wurde durch meine Glaubenssätze immer noch verstärkt und ich wurde tatsächlich schwach. Mit 11 hab ich mir in einem Skilager überlegt, wie es wäre, mir das Leben zu nehmen, da meine Präsenz doch keinen Unterschied machen würde. Als ich meine Überlegungen ansprach, machten sich die Lehrer grosse Sorgen um mich. Sie wollten mich wieder gerade biegen, da ihnen das als Bestes für mich erschien. Ich genoss die Aufmerksamkeit natürlich sehr und fühlte mich, als wollte mich jemand wirklich verstehen…Bis zur Zeit nach meiner Ausbildung hatte ich schwerste Depressionen. Kreative, schlaflose Nächte voller Vorfreude aufs Leben paarten sich mit Panikattacken, Selbstzweifel und Existenzängsten. Richtig gelesen, ich hatte mit 13 schon Existenzängste, obwohl nichts physisches mich bedrohte und meine Eltern für mein leibliches Wohl, nach ihrem besten Wissen sorgten. Allein die Angst, nicht ich selbst sein zu können, bedeutete für mich die Angst um die Existenz; nicht um eine physische, sondern Angst vor einem Dasein, das sinnlos ist. Durch viele „zugefallene Ereignisse“ in meinem Leben und meiner Passion mit Menschen tiefgründige Gespräche zu führen, gewann mein Leben an Licht. Zwar war ich noch Kilometer weit davon entfernt, mich selbst zu akzeptieren geschweige denn zu lieben, aber ich fand mehr und mehr Dinge, für die es sich zu leben lohnte. Irgendwann erkannte ich, dass die Gefühle der frühkindlichen Verbundenheit immer mehr wurden. Unbewusst, durch die vielen Jahre der Depression aber auch durch die tiefen Gespräche mit meist fremden Menschen, entwickelte ich spezielle Fähigkeiten. Ich konnte die Lebensumstände, die Träume sowie die Gefühle eines anderen Menschen wahrnehmen, ohne sie/ihn zu kennen. Ich spürte ihre Gefühle am eigenen Leib, konnte mich in sie hineinversetzen und sah sogar Bilder aus ihrem Leben vor meinem geistigen Auge. Fähigkeiten, die wir heute unter dem Schirmbegriff Empathie zusammenfassen. Das aller, aller Schönste war jedoch zu erkennen, dass ich mit diesen Fähigkeiten einen ganz besonderen Moment in anderen Menschen auslösen kann: Den Moment an dem sich ein Mensch selber liebt! Der Augenblick, in dem er zu leuchten anfängt. Dann, wenn er sich bewusst wird, dass sein Leben einen Sinn macht und er Einzigartig ist. Genau dann, wenn er für sein Bedürfnis nach Liebe nicht mehr auf andere angewiesen ist. In jemen Augenblick beginnt ein Mensch sich selber so sehr zu lieben, dass noch ein riesiger Überschuss an Liebe für all seine Mitmenschen übrig ist. Eine völlig andere Weise, wie man sein Leben erleben kann!

In jenen Zuständen des Bewusstseins verlieren Äusserlichkeiten an Bedeutung, während innere Werte an jener gewinnen. Menschen die leuchten, lieben. Sie lieben sich selbst, ihre Mitmenschen, die Mitwelt und den ganzen Kosmos. Die Frage, ob jene Menschen enkelgerechte Entscheidungen treffen, klären sich binnen Nanosekunden. Es ist ihnen sonnenklar, dass sie mit allem verbunden sind. Ihr Energiefeld expandiert massiv und füllt den Raum um sie herum mit Wohlgefühl und Wärme. Ich wünsche mir von tiefsten Herzen, dass jeder Mensch so etwas erleben darf…….darum schreibe ich.

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