Die Chancen und Schwierigkeiten von Autarkie. Man kann nur so viel selber machen.

In der heutigen Welt, in der wir leben, erscheint es leicht, an Nahrung und Dinge des täglichen Gebrauchs zu kommen. Alles scheint in grossem Überfluss vorhanden und immer zur Stelle zu sein. Warum nur „scheint“?

Der Überfluss und ein schier unendliches Angebot, beruhen auf der Illusion der unendlich gebenden und unendlich aufnehmenden Natur. Menschen, die die Dinge des Alltags hinterfragen, wissen jedoch, das wir in einer Biosphäre leben, in der Ressourcen nicht unendlich ausgebeutet werden können. Vorallem kann das nicht in der Geschwindigkeit geschehen, die wir heute beobachten können, oder meist nicht beobachten wollen. Eine gewieffte Marketingmaschinerie schafft es, die Ausbeutung der Natur mit den Bildern eines unberührten Ökosystem zu überdecken und uns, den Konsumenten, zu suggerieren, wir hätten noch ein riesiges Naturkapital zur Verfügung. In Ländern des „reichen Westens“ können so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Das tiefe Urbewusstsein, dass wir ein Teil der Natur sind und komplett abhängig von ihr (und sie uns auch braucht); erweckt in vielen Menschen das Bedürfnis von Reinheit, unberührter Natur, Frieden und Harmonie und ein Leben im Einklang mit unserer Mitwelt. Dieses Herzensbedürfnis wird mit Bildern von Hornkühen, Quellen aus denen reines Wasser fliesst, grüne Wälder und dergleichen angesprochen. So werden Menschen ruhig gehalten, da alles in Ordnung zu sein scheint. Auf der anderen Seite wird damit gerechtfertigt, das die Natur weiterhin als „billige Zentralressource“ verwendet werden darf, da ja mit diesen naturverbundenen, schonenden und urigen Praktiken im Einklang mit der Natur produziert wird und somit für Jahrhunderte gleichbleibend weitergemacht werden kann….oder?

Für den wachen Menschen, der hinter die Kulissen dieses Maskenball des Grauens sieht ergibt sich ein anderes Bild. (Anmerkung des Autors: Dieser Blog soll diese Sicht eröffnen, sowie Lösungen anbieten, tatsächlich wieder im Einklang mit unserer Mitwelt leben zu können und das trotz dieser katastrophalen Ausgangslage). Wer Biolebensmittel mit einem Nährstoffgehalt, der die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützt, Kleider aus einer Produktion, die nicht von Menschen in Sklavenarbeit gemacht werden, Medien, die keine Fake News produzieren, Wasser, das nicht mit Hormonen, Pestiziden oder Nitrat belastet ist, frische Luft, intakte Ökosysteme haben möchte und zudem einer Beschäftigung nachgehen, die Sinn ergibt und das Herz mit Freude erfüllt, dem kann eine gewisse Autarkie (also eine Selbstversorgung oder Unabhängigkeit von äusseren Einflüssen) helfen, diese angestrebten Werte zu leben und nicht nur auf den Werbetafeln der Industrie von ihnen zu träumen.

Schon der grosse Denker Karl Polanyi sah in der Mitte des 20.Jahrhundert, dass in „primitiven Gesellschaften“ die soziale Norm und alle sozialen Verbindungen über dem Handel und der Wirtschaft stehen. Weiterhin erkannte er, dass im Wirtschaftsdenken seiner Zeit die Gesellschaft als „eigentlich wichtigster“ Akteur keine Rolle spielte. Der Kapitalismus und eine freier Markt seien nicht abhängig von gesellschaftlichen Strukturen und Normen. Es wurde allso ein ausbeuterisches System auf dem Rücken unserer Mitwelt und der Leidenstoleranz von Menschen aufgebaut, die in sogenannten Entwicklungländern (oder Länder, deren Humankapital und Erdressourcen den Wohlstand des „reichen Westens“ überhaubt möglich machen) leben. Die Folgen davon zeigen sich heute in der Spaltung der Schichten, in Bankenrettungen und Menschen, die von einem System erdrosselt werden, an das sie geglaubt, es in Schulen gelernt und mit aufgebaut haben.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine komplette Autarkie, also eine komplette Selbstversorgung mit Ausschliessung der Gesellschaft und Umwelt nicht(fast nie) funktieren kann. Es kann in vollkommener Symbiose mit den Wesen unserer direkten Umwelt funktionieren, bedarf aber, dass wir all unser Urwissen wieder aktivieren und weit weg von den Meschen und ihren System leben, die noch auf Finanzkapitalismus eingestellt sind. Wir sind also abhängig voneinander. Alle Aspekte des täglichen Bedarfs als Einzelperson abzudecken, scheint schier unmöglich (oder absolut nicht wünschenswert). Ich habe in meinem Leben schon viele Angebote bekommen, auf einem Stück Land, als Teil einer sich selbstversorgenden Gemeinschaft zu leben. Auch wenn es ein inniger Wunsch von mir ist, mit der Natur im Einklang zu leben, bin ich, ebenfalls auf meinen eigenen Wunsch hin, immer noch ein Teil der Gesellschaft. Selbstversorgend zu sein, auf Land, dass nicht unter eigenem Besitz steht (nicht das ich an den wirklichen Besitz von Land glaube, sondern dass ein gewisses Mass an Entscheidungsfreiheit über den Boden, von und auf dem ich lebe zusteht) und gleichzeitig Krankenkassen-, Militär-, Feuerwehrsersatz und noch viele weitere Abgaben zu tilgen habe (von denen nur wenige wirklich einen Sinn machen) heisst, dass ich auf ein Einkommen angewiesen (von den Grundbesitzsteuern oder Pacht ganz abgesehen) bin. Mit der Selbstversorgung, kann der grösste Teil des Bedarfs unter Einsatz der eigenen Zeit gedeckt werden, doch dies bedarf eines Ortes, auf dem das geschehen kann. Wenn dieser Ort in viele kleine Grundstücke aufgeteilt ist, wird die ganze Selbstversorgung wegen der Transportwege enorm erschwert oder sogar verunmöglicht.

Im Moment befindet sich die Menschheit in einer ihrer grössten Transformationen. Nicht nur wertetechnisch, sozial oder marktwirtschaftlich wird alles umgedreht, auch spirituell verbinden sich immer mehr Menschen mit dem Kosmos, der Erde, dem eigenen Herz und erkennen, das Kooperation besser ist als Konkurenz. Während die Einen noch schlafen und sich in der Sicherheit eines verfallenden Systems wägen, erwachende Menschen in Ohmacht verfallen, da sie nicht wissen, was zu tun ist, schaffen wir liebe LeserInnen eine neue Welt. Wir tun das mir unseren Gedanken unseren Werten und dem Handeln. Mein anliegen ist es, auch unsere schlafenden Mitmenschen dazu einzuladen. Denn wir sind schöpferische Wesen, die zusammenarbeitend, Berge versetzen können! Alles was wir brauchen, wächst und gedeiht direkt vor unseren Augen. Wenn wir nur etwas langsamer gehen und achtsam unser Leben leben, entfaltet sich uns die Fülle des Universums!

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