3 einfache Atemtechniken, die in Minuten zum Erfolg führen

Wie wichtig das Atmen ist, musste ich als Ex-Asthmatiker früher oft erleben; oder sollte ich sagen durfte? Von einer Sache (in dem Falle Luft) einen Mangel zu haben, bewegte mich dazu, meinen eigenen Atem genauer zu betrachten und zu lernen, wie viel Potential in so etwas alltäglichem steckt. Atmen ist nicht einfach nur reines absorbieren von Sauerstoff oder das Abführen von Kohlendioxid, es beeinflusst die Herzschlagrate, Serotonin und Dopaminlevels im Körper, kann Asthmaanfälle vermeiden oder abwehren, zur Heilung vieler Krankheiten beitragen, kann in Minuten vom Angst in einen Zustand der vollkomenen Liebe führen und Energien mobilisieren, von denen die wenigsten Menschen wissen, dass sie überhaubt existieren. Der Darm, die Lunge, das Herz und das Hirn sind über den sogenannten Vagusnerv miteinander verbunden; eine Informationsautobahn, die dem einen Organ mitteilt, was das andere gerade macht. Die Organe beeinflussen sich also gegenseitig! Eine der einfachsten Stellen, an denen wir bewusst Einfluss nehmen können, ist unsere Lunger, beziehungsweise unser Atem.

In diesem Beitrag werde ich 3 Atemtechniken mit euch teilen, die mein Leben revolutioniert haben. Ich wende sie jeden Tag an.

  1. Durch die Nase atmen. Zugegeben, dies ist nicht de facto eine Atemtechnik, sondern eher ein Weg zu atmen. Wie enorm wichtig es ist, durch die Nase zu Atmen, kann man erkennen, wenn man im Winter durch die eisige Luft Atemprobleme oder einen kühlen Hals (Erkältung!) kriegt . Wenn wir durch die Nase atmen, wird die einströmende Luft gefiltert, angefeuchtet und vorallem angewärmt, die Körperteile weiterhinten am Atemweg, erleiden keinen Durchzug. Der Mund macht das nicht für uns. Prof. Dr. Konstantin Buteyko hat der Welt, mit seiner Arbeit zum Atmen ein enormes Erbe hinterlassen, dass auch mir geholfen hat, mein Asthma zu heilen (dazu wird es noch Beiträge geben). Nicht durch den Mund atmen kann auch die Aktivität der Hirnhälften ausgleichen, weshalb eine freie Nase essentiell ist. Yogis in Indien wussten schon lange, wie das bewusste Atmen durch die verschiedenen Nasenlöcher, die Stimmung im Körper innert kürzester Zeit zu verändern vermag. Hier dazu eine spannende Seite (https://sequencewiz.org/2014/08/06/one-nostril-breathing/ Sorry, zur Zeit keine Hyperlinks möglich) Wenn du, wie ich früher auch, zu den Mundatmern zählst, braucht es eine gewisse Zeit, um bewusst auf Nasenatmung umzustellen. Dennoch war ich erstaunt, wie schnell der Körper sich an ein neues Verhalten gewöhnen kann (im Vergleich zur Zuckerabstinenz).
  2. Durch bewusstes atmen den Stress nicht mehr zulassen. Wenn wir Stress haben, schüttet unser Körper in kürzester Zeit grosse Mengen Adrenalin und Cortisol aus. Gesteuert wird das ganze über das sympathische und parasympatische Nervensystem. Das sympathische Nervensystem ist dafür zuständig, den Körper in extremen Stresssituationen (z.B. man wird angegriffen) zu aktivieren oder ihn erstarren zu lassen. Der Parasympaticus oder auch parasympatisches Nervensystem wirkt dagegen und beruhigt, wenn die Gefahr gebannt ist. In unserer, mit Stimulanzien überfluteten Welt, die immer schneller zu werden scheint (konstante Angst um Geld, Image oder die Furcht etwas zu verpassen), feuert der Sympaticus ununterbrochen; Dauerstress entsteht. Durch bewusstes Atmen, kann Stress innerhalb von 3 Minuten (extrem wertvoll während einer Panikattacke!) abgebaut werden und das noch durch eine so simple Übung. So gehts: Bringe deinen Körper in eine aufrechte Sitzposition und konzentriere dich auf deinen Atem. Du atmest tief ein und hälst die Luft für 4 Sekunden an (ich zähle 21, 22, 23 , 24) und atmest dann wieder aus. Bleibe für die nächsten 8 Sekunden in diesem Zustand. Dann wieder einatmen und 4 Sekunden halten, ausatmen und 8 Sekunden ohne einzuatmen warten….einatmen….hast du bemerkt, dass du schon nichtmehr aufrecht sitzt?…aufrichten und ausatmen….Diese Technik kann überall angewandt werden und ist enorm effektiv. Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig ein Zustand der inneren Ruhe und Klarheit ist!
  3. Atme, um die Energie eines Kriegers zu entfesseln. Diese Atemtechnik energetisiert den ganzen Körper mit der sogenannten „warrior`s breath“ (Kriegeratmung). Sie bewirkt nicht nur eine Stressreduktion, sondern einen gewaltigen Energiefluss im ganzen Körper. Wim Hof, der niederländische Ice man, benutzt unteranderem diese Technik, um seinen Körper auf ein Bad im Eiswasser vorzubereiten. So gehts: Bringe deinen Körper in eine aufrechte Sitz- oder Stehposition und achte auf einen geraden Rücken (als würdest du Bücher auf deinem Kopf balancieren). Reibe deine Handflächen aneinander und platziere die linke Hand auf deinen Bauchnabel; die rechte Hand wird dann auf die Linke gelegt. Atme tief ein, wobei du zuerst in den Bauch und dann erst in die Brust einatmest. Strecke dich noch weiter, während du das tust. Jetzt atmest du mit Wucht und Kraft aus, beuge dich dabei nach vorne über. Stell dir vor, du bist ein Löwe oder eine Löwin, auf dem Felsvorsprung, von dem du über die unendlich weite Steppe brüllst. (Du kannst während dem Ausatmen tatsächlich brüllen, es fühlt sich fantastisch an!). Atme auch noch das letzte bisschen Luft aus, in dem du es aus deiner Lunge drückst und bleib so für 3 Sekunden, bevor du wieder geräuschvoll einatmest und dich dazu wieder aufrichtest und streckst. Atme so für ein paar Minuten und stelle dir vor, auch wenn es zunächst unrealistisch erscheint, genau dass zu meistern, was dir gerade Angst macht. Du bist die Meisterin oder der Meister, in dir liegen enorme Kräfte!

In dem folgenden Video zeigt dir David Beaudry nochmal genau, wie man die Kriegeratmung durchführt. Er tut das im Kontext der Tumo-(inneres Feuer)Meditation.


Ich wünsche euch viel Spass beim ausprobieren und dass es euch ebenfalls so viel bringt wie mir. Wenn dir dieser Beitrag gefällt, dann folge doch meinem Blog! Er soll nämlich genau das machen: Dich inspirieren (kommt von spiritus=Atem)!

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