Geld und Spiritualität: Zwei Gegensätze?

Wir alle kennen die Szene aus der Bibel, in der Jesus die Tische der Händler und Münzwechsler im Tempel Jerusalems umwirft; es handelt sich schliesslich um ein Haus Gottes und nicht der Ort für Geldgeschäfte und Betrügereien…..wir kennen viele Menschen, die sich allem enthalten, um die Erleuchtung zu erreichen. Müssen wir uns wirklich selbst kasteien und bettelarm leben? Bedeutet bedingungslose Liebe wirklich, dass wir jedem, der uns auf der Strasse nach Geld bittet, alles geben sollten, oder verstärken damit noch sein Leid? In folgenden Zeilen, werden wir uns gemeinsam darüber Gedanken machen und auf diese Fragen eingehen.

Fakt ist, Geld ist ein kollektives Glaubenssystem, dessen Funktion nur durch die vielen Menschen gegeben ist, die es als Gegenwert für Nahrungsmittel, Kleider, Dienstleistungen ect. akzeptieren und….daran glauben.

Fakt ist auch, dass wir im neoliberalen Hoch- Spätkapitalismus leben. Ein auf Wachstum basiertes System, dass die Menschen, die in ihm leben zur Einkommensgeneration zwingt. Ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden und wäre umsetzbar, wir aber nur von wenigen privaten, wie den Menschen hinter Mein Grundeinkommen (https://www.mein-grundeinkommen.de/) umgesetzt. Dass es auch ohne geht, bewies Raphael Fellmer, der mit seiner Familie 5 Jahre lang im Geldstreik, gut gelebt hat; und das mitten in Berlin!

Geld verschafft die Freiheit, Dinge tun zu können, die man sonst mühsam selber erledigen muss. ABER ES IST EIN WERKZEUG! Ich benutze dieses Werkzeug gerne, um das machen zu können, was meinem Selenplan entspricht (bedeutet so viel wie: Das, was mir am meisten Freude macht und sich im Zustand der Liebe, richtig anfühlt. GANZ WICHTIG: Wenn du oder ich mit Sorgen ums Geld das planen, was wir auf dieser Erde tun möchten, so planen wir mit der Angst. Das Ergebnis wird vielleicht kurzzeitig, nie aber für lange Zeit erfüllend sein!). Es hat sich ergeben, dass dieses Ding, für mich Texte schreiben ist, die andere Menschen inspirieren. Ich liebe es, mein volles Leben mit anderen zu teilen und lange, bedeutsame Gespräche zu führen. Mein Traum ist es, mit meinen Texten und Vorträgen, mir und den Erdenbürgern um mich, Zuversicht und Mut zu machen, ihr Leben in Liebe zu leben. Inspiriert haben mich Menschen wie Ralph Smart (von dem Youtube-Kanal: Infinite waters), alte, zufriedene Menschen und noch so viele mehr. Es gibt so viele Dokumentationen darüber, was Menschen, die bald sterben werden, wirklich wichtig im Leben erscheint. Dies sind Dinge wie: Liebe, Zusammen- und Verbundensein, Achtsamkeit, Geduld, Ruhe und Zufriedenheit (die Gesundheit ist ein Resultat davon).  Doch trotzdem habe ich so viele Anläufe über die letzten Jahre gebraucht, um einen Blog zu starten und ebenfalls meine Ansichten und Texte zu teilen. Verdammt, ich hatte immer Ausreden!

Nunja, zurück zum Thema. Wenn Menschen sich zu kasteien wünschen, dann ist das ihre gültige Wahl. (Lustige Anmerkung des Erdwandlers: Viele Menschen schauen auf mich, wenn ich einen ganzen Kohlkopf pur als Mahlzeit verspeise, da dies meistens die einzige gesunde Möglichkeit des Essens ist. Während ich die vollen Aromen des Kreuzblütlers geniesse, ernte ich bemittleidende Blicke. Wie oft hörte ich schon, dass Rohkost oder Veganismus ein solcher Verzicht sei und dass diese Menschen den vollen Respekt für ihr «selbstloses Opfer an der Welt und den armen Tieren» verdienen). In den meisten Religionen ist opfern ein fester Bestandteil, um die Gunst Gottes zu erlangen. Was für ein Gott ist denn das, der von seinen Schöpfungen ständige Opfer verlangt? Einer der bedingungslos liebt? Ich denke nicht. Wenn Gott die Erde in Hülle und Fülle geschaffen hat, warum sollte er wollen, dass wir Dinge die wir lieben, ja sogar Menschen und Tiere in seinem Namen umbringen?  Die, die er schuf und mit vollem Herzen liebt. Einen Gott, der dies verlangt, möchte ich weder ehren und lieben….

Du und ich verdienen es geliebt zu werden und in Fülle zu leben. Die Erde bietet genügend Reichtümer für jeden. Ich habe mich dazu entschieden, die Fülle und die wahnsinnige Schönheit in mir/um mich herum, in anderen und in mir anzunehmen. Jesus Christus, so denke ich, war ein reicher Mann, da er alles Benötigte besass. Für den Weg, den ich gewählt habe, ist Geld ein nützliches Werkzeug. Jahrelang konnte ich nicht einen Preis an meine Arbeit kleben und liess dies andere tun. Natürlich verdiente ich so immer weniger, als was meine Arbeit wirklich wert war. Ich kannte den Wert meiner Arbeit nicht; ich kannte meinen eigenen Wert nicht! Erst später, als ich die Angst, anderen «zu viel» Geld wegzunehmen und mich darum immer erst als zweites genommen hatte, abgelegte, kann ich auch den Betrag verlangen, den ich brauche. WARNUNG: Alles was wir über uns glauben und immer wieder (auch scherzhaft) über uns sagen, wird unsere Realität. Ich sagte immer: «Ich brauche nicht viel Geld!» Bescheidenheit war eine der Tugenden, nach denen ich strebte. Nur dass dies falsche Bescheidenheit war, die mich tatsächlich nur wenig Geld bekommen liess. Glaub mir, immer in Geldsorgen zu leben ist echt beschissen. DIE WORTE WERDEN REALITÄT!

Das Helfersyndrom oder der Samariter, der sich selbst vernachlässigt     

Was soll der Titel den jetzt urplötzlich in mitten eines Schriftstückes über Geld? Bitte, lass mich erklären. Ich hatte schon das ganze Leben das Bedürfnis, Menschen zu helfen. Ich tat dies auch dann, wenn sie meine Hilfe gar nicht brauchten. So wurde ich schon ausgenutzt, mit Füssen getrampelt oder habe einfach Wut als Dankeschön geerntet. Dennoch machte ich weiter, wie ein Hund, der immer wieder getreten wird, trotzdem aber liebt. Selbst gegönnt, habe ich mir jedoch wenig. Andere sollten es immer guthaben. Doch jetzt weiss ich: Ich bin verdammt nochmal die wichtigste Person in meinem Leben! So bist auch du die wichtigste in deinem. Wenn wir uns nicht selbst lieben, wie können wir dann von anderen verlangen, dass sie uns lieben und achten?

Manche Menschen müssen durch unglaubliches Leid durchgehen, um dies zu begreifen. Ich kann dir nicht sagen wie traurig mich all die Menschen machen, die an Krankheiten leiden, dessen Ursache ihr Lebensstil und ihre Weltansicht sind. Das wird noch härter, wenn diese Menschen schon das ganze Leben sehr nahegestanden haben. Da kann ich noch so viel über heilende Ernährung, Entgiftung (auch emotionale), Rückzug, Auflösung u.s.w. erzählen wie ich will, es hilft nichts. Die meisten Menschen fühlen sich sogar missioniert und werden wütend. Helfen funktioniert da nicht! Die Erde ist ein Ort, an dem wir lernen können. Die Lektionen sind manchmal hart; jedoch hat jeder/jede die Chance zur Erkenntnis; die Wege dorthin sind verschieden.

Es gibt immer wieder Menschen, vor allem in Grossstädten und S-Bahnen, die ohne zu Grüssen nach Geld fragen. Andere Grüssen, bewerfen ihre Zielperson dann aber direkt mit ihrer Leidensgeschichte. Natürlich lassen mich diese Geschichten, als sehr empathischen Menschen, nicht kalt; leider musste ich unter Einsatz von viel Geld, viele Male erkennen, dass diesen Leuten mit den gegebenen Scheinen nicht geholfen ist und ich ihnen nur dabei half, noch länger in ihrer Opferrolle zu bleiben, statt ihr Leben selbst anzuschauen. Manchmal brauchte ich das Geld selbst dringend, gab es trotzdem weiter….

Die bedingungslose Liebe interpretierte ich immer mit bedingungslosem Geben. Das muss aber nicht immer Geld sein (dauerte lange bis ich das herausfand!). Ich gebe bedingungslos, das, was mir für mein Gegenüber am wichtigsten erscheint……laaaaange Pause.

Nochmals in Kürze:

Wir können, müssen aber nicht bettelarm (und vor allem nicht denken, dass wir zu wenig Geld für Dinge haben, die von jemandem hergestellt werden, der/die keinen Hungerlohn dafür bekommt. Das kreiert nur noch mehr Armut auf der ganzen Welt.) Fakt ist: Wir leben in einer Schöpfung/Natur, die uns alles im Überfluss gibt. Als Teil dieses Ganzen verdienen auch wir, Überfluss zu empfangen und Überfluss zu schenken. Ein ständiger Mangelgedanke hält uns davon ab, den Reichtum um uns zu entdecken und ihn in unser Leben einzuladen. Es sind all die gelernten Muster und Prägungen, mit denen wir uns identifizieren. Wir bauen sogar ein Leben darauf auf und lehren diese Muster unseren Kindern.        Du bist, und ich bin die wichtigste Person in unseren Leben. Wenn wir uns nicht selbst bis zum Überlaufen lieben, können wir andere nicht bedingungslos lieben, da unsere Liebe irgendwann ausgeschöpft ist.       

Wenn du meine Beiträge bis zum überlaufen liebst, dann folge mir doch!

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