Mulchologie Teil 5: Übers Mulchen im Herbst und den Aufbau der Bodenfruchbarkeit

Während kritisch denkende Menschen zurzeit so so einiges aufdecken, tun wir hier bei uns das Gegenteil; wir decken zu. Nicht mit Propaganda, sondern mit Mulch. Denn unsere Böden brauchen uns! Speziell nach einem weiteren trockenen Sommer wie diesem, wo ganze Landstriche in Mitteleuropa aussahen wie auf den Bildern einer Safari in Zentralafrika; nur ohne Löwen, Nashörner und Co. Es geht um die wirkliche Bedrohung unserer Gesundheit.

Liebe Leserin und lieber Leser dieses Blogs

Ich bin überglücklich, dass die Beiträge dieses Blogs von so vielen Menschen gelesen werden. Vielen Dank auch für die unterstützenden Feedbacks und Kommentare, die mich/uns weitere Posts für euch schreiben lassen. Wenn ich mir überlege, dass so viele Menschen am Mulchen interessiert sind und immer mehr von uns, den Boden unter den eigenen Füssen nicht nur als Oberfläche zum Stehen, sondern als eigenen Organismus wahrnehmen, geht mir das Herz auf und der Glaube an unsere Spezies kehrt zurück. Auch in diesem Beitrag möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen, wie man den Boden im Herbst und Winter pflegen kann. Dazu ist meiner Meinung nach etwas Vorwissen über Bodenfruchtbarkeit nötig, das ebenfalls nicht zu kurz kommen darf. Das Ganze ist keine trockene Theorie, sondern pures Leben. Jeder Krimi ist nichts gegen die spannenden Ereignisse, die sich direkt unter uns abspielen……

Mit dem Boden kooperieren

Wenn wir also jene dünne Schicht unter unseren Fusssohlen als eigenen Organismus wahrnehmen, dann ist es nur logisch, dass man mit ihr kooperieren muss. Nicht mit jedem einzelnen, der myriaden von Kleinslebewesen in ihm, sondern mit dem Boden als Kollektiv. Der berühmteste Teil jenes Organismus ist der Humus. Wie ich immer wieder erwähne, sehe ich Humus nicht als Substrat, dass man von Kompostierfirmen oder in Plastiksäcken aus dem Baumarkt bekommt, sondern als eine eigene Biosphäre in der obersten Schicht der Erde. Ich spreche von einer Humusphäre. Ein Lebensraum an der Grenze zwischen Mutterboden und Himmel. In ihm wachsen die Wurzeln der Pflanzen, die ein Leben auf der Erde für uns überhaupt möglich macht. Die Pflanzen sind aber nicht nur einfach mit den Wurzeln im Humus verankert, sondern in regem Austausch mit ihm.  Sie lösen mit Hilfe von Wurzelausscheidungen (den sogenannten Wurzelexudaten) Nährstoffe aus dem Boden oder gehen in Verbindung mit dem Internet des Bodens; dem Mykorhizzanetzwerk. Pflanzen können sogar Säure absondern und so Steine auflösen, um an die mineralisch gebundenen Nährstoffe zu kommen. Das hat wiederum eine Auswirkung auf die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Wurzelbereich jener Pflanzen Auch unsere Gartenpflanzen tun das. Um also den Garten zu pflegen müssen wir den Organismus Boden kennenlernen, respektieren und pflegen. Wir geben auf die Erde acht und sie versorgt uns wiederum mit alledem, was wir brauchen.

Gut gedeckt ins letzte Drittel des Jahres

Nirgendwo in gesunden Ökosystemen findet man unbedeckten Boden. Die Humusphäre reagiert ziemlich empfindlich auf Sonnenlicht, Wind, harte Regentropfen (ja, Regen verdichtet Böden) und Kälte. Die natürlichen Ökosysteme unserer Breitengrade, die Wälder, mulchen jeden Herbst automatisch und decken den Boden mit einer schützenden Laubschicht zu. Aber auch Wiesenböden werden von Gräsern und Kräutern geschützt, die von Wind und Schnee umgeknickt werden.  Frischgepflügte Äcker versuchen sich so schnell wie nur möglich wieder mit einer schützenden Vegetationsdecke zu überziehen, um nicht zu erodieren. All die Ackerunkräuter haben genau diesen wichtigen Job.

Der Boden lebt auch im Winter

Ist dir auch schon mal aufgefallen, dass schon im Frühjahr so kleine Häufchen zwischen den Grashalmen auf der Wiese liegen? Es sind die, für die Bodenfruchtbarkeit essenziellen Ausscheidungen von Regenwürmern, die sogar im Winter unter der schützenden Biomasseschicht arbeiten und die Pflanzenreste vom Vorjahr in den Boden hineingezogen haben. Liegt der Boden brach, dann kommen sie kaum an die Oberfläche und können ihren wertvollen Dienst nicht leisten. Zugegeben, die Prozesse gehen während der kaltnassen Jahreszeit etwas langsamer vor sich, schlafen aber nie ein. Der Bodenorganismus atmet, frisst, wandelt und gebiert zu jeder Zeit.

Die Frostgare, ein überholtes Konzept

Leider sehe ich noch viel zu viele Äcker, die im Winter brachliegen und von den vielen Niederschlägen erodiert werden. Viele Landwirte und Landwirtinnen, aber auch Gärtner begründen das mit der sogenannten Frostgare. Mit der Frostgare soll bewirkt werden, dass die groben Erdschollen durch das ständige Einfrieren und Auftauen zerkleinert werden. Die Erde soll bis zum Frühjahr gar werden. Der Boden wird als Masse angesehen, deren widerspenstigen Stücken man mit Maschinen und Frost Herr werden will. Wer sich mit der Bodenfruchtbarkeit aber genauer auseinandersetzt, d.h. auch mit den neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen, der wird schnell einsehen müssen, dass man mit dem aggressiven Mürbemachen dieser althergebrachten Methode, nur eckige und kantige Bodenkrumen hinbekommt. Besser wäre aber eine richtige Krümelstruktur, mit runden Krümeln, die durch Regenwürmer und Bakterien hergestellt werden. Auch ein mechanisches Pulverisieren der obersten Erdschicht mit Kreiselegge und Fräse, nach der so oft gerühmten Frostgare im Frühjahr, führt eher zur Verschlämmung und zur Abnahme der Bodenfruchtbarkeit. Um eine echte Bodengare (also genau die Bildung der runden Krümelstruktur) zu erreichen müssen wir den Boden bedeckt halten, sodass die Bodenlebewesen ihren Job machen können!    

Vorsorge ist das Schlüsselwort

Auch wenn es nach Spiesser klingt, Vorsorge ist in unseren Breitengraden einfach nicht wegzudenken! In den Tropen ist zu jeder Zeit etwas reif und die Menschen müssen sich wenig Gedanken ums Lagern und Konservieren machen. Bei uns sieht das anders aus. Wie ich schon im Beitrag über die Augustaussaat und Nutzung des Winters als Erntezeit (unten verlinkt) erwähnte, ist Timing im Garten einfach das Wichtigste. Es ist nicht wie allgemein geglaubt nur die abnehmende Temperatur, die das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte verlangsamt, sondern vor allem die abnehmende Lichtmenge. In Jahrmillionen alter Zusammenarbeit mit unserer Atmosphäre, informiert die Sonne die Pflanzen über den bevorstehenden Winter. Das Lichtspektrum an sich verändert sich durchs ganze Jahr hindurch. Im Herbst tönt die Sonne aber mit ihrem goldigen Licht und kündigt das Ende eines weiteren Jahreszyklus an. Die Pflanzen verlangsamen ihr vegetatives Wachstum und konzentrieren sich auf die Einlagerung von Speicherstoffen oder die Produktion von Samen. Genau aus diesem Grund sollten wir schon im August nicht nur die Wintergemüse säen (bis auf Blattsenf, Feldsalat ect.) sondern uns auch Gedanken darüber machen, wie der Boden denn im Winter geschützt werden sollte. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Mulchmaterial immer ein rares Gut ist. Deshalb arbeite ich auch mit Lebendmulch. Das sind Pflanzen, die auch im Winter den Boden mit ihren Blättern schützen. Auf den Beeten mit einjährigen Pflanzen (d.h. Gemüse allgemein), müssen also schon ab August jene Gewächse gesät werden, die genau diesen Job übernehmen. So haben sie noch genug Zeit und Licht, um genug gross für ihre Aufgabe zu werden. In Kombination mit Mulchmaterialien wie Stroh, Laub, Heu, Hackschnitzeln und Kompost bringt man so den Garten oder die Felder (auch im Maisanbau kann man mit Untersaaten arbeiten) gut über den Winter.

Nur seinen Senf dazugeben ist keine Lösung

Wie oft wird Senf als Gründüngung (eine Form des Lebendmulches) beworben und gelobt. Der Senf mache mit seiner Pfahlwurzel den Boden gar. Er lockert mit Kraft und Wonne den Boden und belüftet ihn. Wieder mal das alte Bild der uniformen Masse Boden, der mit mechanischer Energie (hier einfach mit dem Druck der Pfahlwurzeln) Herr zu werden sei. Ja, der Senf lockert den Boden, aber Senf als einzige Pflanzenart in der Winterbegrünung mindert auch das Bodenleben. Senf ist eine tolle Heilpflanze, wenn es darum geht, bakterielle Infektionen im Körper zu mindern. Das macht er mit seinen antibiotisch wirkenden Senfölen. Genau jene Substanzen, die uns beim Genuss einer schärferen Senfpaste die Augen wässern lassen. Die Senföle sendet die Pflanze auch über die Wurzeln in den Boden aus. Senfölhaltige Pflanzen wie der Meerrettich gelten deshalb auch als idealen Partner von, mit Pilz- und Bakterienkrankheiten geplagten Pflanzen wie Pfirsiche, Nektarinen aber auch Kernobst. Die Substanzen wirken aber auch im Boden antibakteriell und mykotoxisch (pilzwidrig). Genau in jenem Lebensraum, in dem wir das Leben eigentlich fördern wollen. Reine Senffelder oder Beete wirken also antibiotisch auf die Humusphäre! Ich verwende den Senf höchstens in Mischungen, aber nicht als Hauptbestandteil. Christoph Felgentreu geht in seiner Arbeit als einer der Wenigen, ebenfalls darauf ein. Ich empfehle seinen spannenden Vortrag am Symposium Aufbauende Landwirtschaft, dessen Aufzeichnung ich euch unter dem Text verlinke.

In der Praxis: Den Boden im Winter pflegen und Schützen

Nach über 1200 Wörtern geht`s nun endlich los mit den konkreten Tipps! Mir liegt es am Herzen, dass jeder Mensch, der mit dem Boden arbeitet, in Zukunft mit fruchtbarer Erde gesegnet sein soll. Die Effekte der modernen Anbaupraktiken zeigten jedoch, dass wir es fertiggebracht haben, den Grundpfeiler unserer Kultur innerhalb von 150 Jahren fast komplett zu zerstören. Wir haben den Boden, der uns nährt, beinahe unfruchtbar gemacht. Die scheinbar so fortschrittliche Landwirtschaft hat es geschafft, eine Fruchtbarkeit zu zerstören, die tausende Jahre brauchte, um zu entstehen. Je mehr Menschen von dem CO2-Mantra als Hauptsündenbock absehen und sich den wirklichen Problemen —wie den, durch biophobe Landwirtschaft stark geschädigten Böden— widmen, desto schneller können wir Eden wieder unser zuhause nennen. Das Wissen um die Bodenfruchtbarkeit ist die Macht zur Erschaffung/Restaurierung des irdischen Paradieses und zur Schlichtung von Kriegen; deshalb geht’s erst jetzt los. 

Um den richtigen Mulch und die richtige Gründüngung auszuwählen, solltest du deinen Boden etwas genauer kennen. Ist er lehmig, sandig, tonig oder sogar verdichtet? Jeder Boden ist verschieden und hat ebenso unterschiedliche Bedürfnisse. Auch hier ist das Beobachten unerlässlich. Dazu später aber mehr.

Mulchen mit totem organischem Material

Als Wärmedecke und Verdunstungsschutz: Im Gegensatz zum Frühjahr, wo es von Vorteil sein kann, den Boden mit schwarzem Kompost zu mulchen, damit er sich schneller erwärmen kann, ist im Herbst eine Isolation durch Laub, Stroh, Holzwolle, Hackschnitzel, Heu oder krautigen Grünabfällen (Schnittgut vom Staudenbeet o.ä.) von Vorteil. Der Boden speichert die Wärme des Sommers und kann sie durch eine dickere Mulchschicht so schnell nicht mehr verlieren. Der Herbst kann auch manchmal noch mit sehr trockenen Wochen einhergehen, weshalb eine so tolle Mulchdecke auch vor Verdunstung schützt. Ob man es glaubt oder nicht, viele Pflanzen vertrocknen im Winter eher, als dass sie erfrieren. Schnecken unter dem Mulch sollten zu dieser Jahreszeit ein nicht allzu grosses Problem mehr darstellen. Mit den Mäusen habe ich unterschiedlichste Erfahrungen gemacht.

Als Reflektor zum Ausreifen von Früchten: Ja, auch das kann Mulch. In Obstbaubetrieben oder bei Tomatenanbauern, sieht man häufig weisse Folien auf dem Boden liegen. Sie reflektieren das Sonnenlicht nach oben zu den Früchten und lassen sie so schneller reifen. Eigentlich genial, aber es braucht viel Plastik dazu. Mein Tipp als Alternative: Stroh. Stroh sind die trockenen Halme von Getreide, die mit ihrer goldgelben Farbe einen ähnlichen Effekt wie die Folie haben. Auch frische, helle Hackschnitzel haben eine reflektierende Wirkung. Sie sind sogar so gut darin, dass man sich im Sommer beim Gärtnern einen Sonnenbrand von unten holen kann, obwohl man von oben mit einem Hut geschützt ist.

Um meinen Reflektor aufzubauen, lege ich das Stroh einfach unter meine Tomaten, Obstbäume oder was auch immer noch ein bisschen mehr Licht benötigt. Das Stroh kann dann als Isolation über den Winter liegen bleiben. Die goldene Farbe sieht dazu noch toll im tristen Wintergrau aus.  

Ein Plus fürs Bodenleben: Zur zusätzlichen Bodenbelebung kann etwas Steinmehl, Mikroorganismen oder sehr reifer Kompost unter die Mulchschicht gegeben werden.

Wichtig: Achte bitte darauf, dass dein Mulch nicht luftundurchlässig ist. Wenn du mit einer zu dicken Schicht frischen Rasenschnitts mulchst, dann bildet sich darunter schädliche Fäulnis.

Detailierte Informationen zu den einzelnen Mulchmaterialen findest du in den früheren Beiträgen der Mulchologieserie. Auch sie sind unten verlinkt.

Mulchen mit lebendigen Pflanzen

In der freien Natur gibt es mehrjährige und einjährige Pflanzen, die immer gemischt auftreten. Einige sterben mit den ersten Frösten ab, andere ziehen sich in ihre Wurzeln zurück, wieder andere überwintern als Rosette und gewisse Kandidaten haben verholzte Teile oder sind immergrün. Jede Pflanze hat damit auch ihre Rolle beim Bodenschutz.

Ich empfehle hier, die Unkräuter deines Gartens zu studieren. Genau sie zeigen dir an, wie es deinem Boden geht und mit welcher Gründüngung du ihn am besten fördern kannst. Dann überlegst du dir, was du im nächsten Jahr auf der Fläche anbauen möchtest. Es gibt Pflanzen, die im Winter abfrieren und den Boden mehr oder weniger gut mit ihren Resten decken. Dazu gehören Phacelia, Buchweizen, Ringelblumen, Alexandriner- und Inkarnatklee. Einige Gründüngungspflanzen, wie das englische (in der Gründüngungsmischung Landsberger Gemenge) und das italienische Raygras überdauern den Winter und sind im nächsten Jahr nur schwer wieder zu entfernen. Andere überdauernde Pflanzen, können dagegen ganz einfach gemäht oder flach abgehackt werden. Dazu gehören Pflanzen wie Zottelwicke, Mariendistel, Weissklee, ausdauernde Rauke, Mangold, Feldsalat, Roggen u.s.w. Was braucht der Boden und was die nächste Kultur (mehr Stickstoff durch Leguminosen)? Gibt es Schädlinge oder Krankheiten, die von einer Mulchpflanze gefördert werden und nachher dein Gemüse befallen könnten?

Es gibt immer mehr Forschung dazu, welche Pflanzen mit welchen Partnern am besten zusammenwirken. Lass dir hierbei von der Literatur helfen, frage aber auch deine Intuition! Je nachdem kannst du auch Beikräuter stehen lassen, von denen du weisst, dass sie sich im Frühjahr nicht explosionsartig ausbreiten. Das ist, genau genommen die einfachste und natürlichste Art der Gründüngung, Beobachten und experimentieren mit deinem Boden, an deinem Ort ist spannend und wird dich in die richtige Richtung leiten….

Gründüngungspflanzen wie Buchweizen oder Phacelia können, wenn sie im August gesät werden noch bis in den Dezember hinein blühen und wichtige Nahrung, für die sowieso schon sehr strapazierte Insektenwelt bieten. Bei mir blüht in milden Wintern, der Rucola, neben dem Blattsenf sogar durch bis in den März und wird rege besucht. Honigbienen fliegen tendenziell nur bei wärmerer, trockener Witterung. Andere Insekten gehören aber auch zum Ökosystem und brauchen auch im Winter eine Unterstützung. Sonnenblumen lasse ich bis im Frühjahr stehen, da in ihrem Stängelmark Insekten überwintern und hungrige Vögel ihre Samen im Winter gut gebrauchen können.  

Die reifenden Körner finden schon jetzt gefiederte Abnehmer!

Bodenaufbau von unten

Bis vor einigen Jahren dachte man, dass Humus vor allem durch organische Masse aufgebaut wird, die von oben auf den Boden fällt. Seitdem man der Wurzelwelt von Pflanzen mehr Beachtung schenk,t findet auch hier ein Paradigmenwandel statt. Denn es sind vor allem die Wurzeln, die den Boden belüften und danach zu Humus werden. Deshalb rate auch ich dazu, möglichst viele Wurzeln im Boden zu lassen. Wie ihr wisst bin ich gegen das Aufräumen des Gartens im Herbst. Wenn doch etwas weggeräumt werden soll, dann zieh bitte nicht die ganze Pflanze aus dem Boden, sondern schneide sie bodeneben ab. Die Wurzeln (lebendig oder tot) geben dem Boden Struktur, halten ihn zusammen, ernähren Millionen von Lebewesen und bieten im Frühjahr, nachdem sie verrottet sind, den Wurzeln der neuen Gemüsegeneration eine Art vorbereiteten Weg in die tieferen Erdschichten. Sogar die Lockerung mit der Grabgabel kann so überflüssig werden.

Ich hoffe, dass dich dieser Beitrag in deinem Wirken unterstützen kann und dir vielleicht die ein oder andere, neue Sichtweise auf alte Gewohnheiten geben konnte. Ich danke dir, dass du dir die Zeit nimmst, um dich mit diesem Thema zu beschäftigen. Wenn dir die oberen Abschnitte, die Mulchologieserie und die Themen des Erdwandlerblogs gefallen, dann kannst du uns kostenlos abonnieren, indem du den Folgen-Knopf unter diesem Beitrag drückst. Du wirst dann immer informiert, wenn es wieder spannenden Inhalt gibt. Die Beiträge zu schreiben, gegenzulesen, mit Fotos zu versehen u.s.w. braucht viel Zeit (dieser brauchte ohne Recherche 8 Stunden) und Arbeit. Arbeit die wir gerne für dich/euch machen. Wir würden uns freuen, wenn du deine Wertschätzung unserer Beiträge an die Sicherung einer enkelgerechten Zukunft zeigst, indem du uns unterstützt. Das kann mit einer Spende sein oder mit dem Teilen unserer Inhalte, sodass auch andere Menschen davon profitieren können. Wir freuen uns darauf, mit dir in den Kommentaren zu diskutieren und zu erfahren, wie du das mit dem Mulchen handhabst. Jeder Kommentar und jede geteilte Erfahrung hilft wiederum anderen Menschen auf ihrem Weg. Vielen Dank dafür.

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3 Kommentare zu „Mulchologie Teil 5: Übers Mulchen im Herbst und den Aufbau der Bodenfruchbarkeit

  1. Marcel Schuller 8. September 2020 — 11:11

    Lieber Erdwandler

    Mit viel Interesse habe ich Deinen Blog gelesen. Und finde es toll was Du da schreibst und machst.

    Ich möchte Dir nur eine Beobachtung aus der Imkerei schildern.
    Es kommt immer wieder vor, das im Herbst plötzlich Bienenkästen leer sind. Für die Imker war dies oft ein Rätsel und man hat es auf eine fehlerhafte Waroa Behandlung geschoben. Beobachtungen über mehrere Jahre haben jedoch gezeigt, dass oft dort leere Bienen Kästen sind, wo grosse Phacelia Flächen gesät werden. Beobachtungen zeigen nun, das die Honigbiene am Abend wenn eindunkelt, und die Temparaturen rasch sinken, die Biene von ihrer Sammelarbeit nicht rechtzeitig heim findet und auf dem Heimweg erfriert. Es gibt div. Schilderungen im Netz über dieses Phänomen. Es ist nicht artgerecht, dass so spät im Jahr noch ein so grosses Angebot an Nektar und Pollen dargeboten wird. Damit kann die Honigbiene, und sicher auch noch viele andere Insektenarten nicht umgehen. Also es ist Vorsicht geboten, Situationen in der Natur zu provozieren die im natürlichem Kreislauf so nicht vorkommen. Bitte mach Dir darüber mal ein paar Gedanken. Für einen Gedankenaustausch stehe ich oder meine Frau Sandra ( Du kennst Sie von Aarau Bio Markt Mittwoch) gern zur Verfügung

    Ganz liebe Grüsse Marcel Schuller

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    1. Hallo Marcel
      Das habe ich tatsächlich nicht gewusst. Mich interessiert das aber und ich werde dem auf den Grund gehen. Ich würde mich auch auf einen Austausch darüber freuen. Vielen Dank für die andere Perspektive!

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  2. Tolle Information, vielen Dank.
    Wohne in Mexiko und habe u.a. ein Riesenproblem mit grossen Ameisen, die in der Nacht einen Baum leerfressen.
    Ich habe schon sehr viel Alternatives ausprobiert, keinen Erfolg. Nichtsdestotrotz werde ich kein Handelsgift nehmen und weiterhin auf einiges Kahles schauen. 🙂

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