Die Menschen realisieren, dass sie eben NUR Geld und Land besitzen

DAS möchte ich dir vorher sagen: Dieser Beitrag ist brutal ehrlich, vor das Bein stossend für die einen, aber sicherlich auch heilsam. Wenn dich das Folgende wütend macht, bitte ich dich hinzusetzen und alle Dinge aufzuschreiben, die du mir (als Autor) dann an den Kopf werfen möchtest. Dann geh´ Holzhacken und komm erst dann zurück, wenn die Wut verflogen ist. Nun bitte ich dich, den Grund deiner Entrüstung zu suchen und aufzuschreiben, warum diese Worte so viel Wut bei dir ausgelöst haben; der Grund wird nicht nur bei mir und meinen Worten liegen. Danke für dein erwachsenes Handeln:-)

Gibt es nun einen Wandel oder nicht?

Auf der einen Seite wird so viel über DEN WANDEL gesprochen und debattiert, während viele Menschen überhaupt nicht denken, dass sich global gerade riesig `was ändert. Verschiedener könnten die Ansichten nicht sein. Manchmal fühlt es sich wie Parallelwelten (ich empfehle meinen Beitrag Eine wunderbare Parallelgesellschaft entsteht) an. Doch was sich definitiv wandelt, sind die Werte. Wir sind in der westlichen Welt inmitten einer Verschiebung von sehr materiellen Werten (wie Statussymbolen, Haus, Karriere und Gütern) in ein Wertesystem, das viel mehr auf immaterielle Dinge wie gesunde Beziehungen, ehrliche Freundschaften, innere Ruhe und Zufriedenheit baut. Gleichzeitig möchten wir nicht von althergebrachten Gedankenmustern und Überzeugungen ablassen, obwohl diese schon lange nicht mehr zeitgemäss sind. Das ständige Mantra: „Du wirst auch mal so denken, wenn du so alt bist wie ich, in Ewigkeit immer das Gleiche, Amen“, zieht einfach nicht mehr so bei der jüngeren Generation; das zurecht.

Der Unterschied zwischen alt und weise

Im Prinzip ganz einfach: Wer ein Leben hier auf der Erde führt, sich aber nie über sich selbst und die Dinge, denen man begegnet, Gedanken macht, wird einfach nur alt. Um Weisheit zu erlangen, braucht es Aufmerksamkeit, Demut, Dankbarkeit und vor allem gnadenlose REFLEXION des eigenen Handelns. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass es in einer Gesellschaft mit so vielen Alten nur so wenig Weisheit gibt. Eine Welt, in der man sich so leicht von sich selbst und seiner inneren Arbeit ablenken kann, bringt nicht unbedingt mehr weise Menschen hervor.

Das System wird von Alten gesteuert

Damit meine ich wirklich alt im physischen Sinne; nicht wie bei vielen Naturvölker „die weisen Ältesten“. Nicht nur in der Politik, sondern auch auf den Landflächen und dem Kapital sitzen alte Menschen. Menschen, die nach einem langen Leben — in dem sie ihr „Kapital“ durch direkte oder indirekte Ausbeutung der Erde gemacht haben– den „Jungen“ entgegen jaulen: „Jetzt könnt ihr den Wandel bringen, wir verdienen unsere Ruhe! Ein Satz, der mich immer wieder auf die Palme bringt.

Ich danke jenen älteren Menschen, die wirklich ihren Herzensweg gegangen (immer noch gehen) und so viel Schönes auf diese Welt gebracht haben. Durch eure Arbeit ist der jetzige Wandel zu einer enkelgerechteren Zukunft erst möglich! Wir brauchen/schätzen eure Erfahrung und Weisheit!

Wer aber weder über sein eigenes Handeln reflektieren, noch etwas verändern möchte, obwohl es Land, Ressourcen und Weisheit für den kollektiven Aufstieg braucht, dem kann man nur zwei Optionen lassen: „Entweder folgt ihr nun rigoros eurem Lebensweg und tragt endlich euren Teil (und damit meine ich nicht noch mehr Häuser bauen und Kinder kriegen) zum Wandel bei, werdet dann liebevoll aufgenommen, getragen und mit Wertschätzung überhäuft oder ihr lasst endlich los von dem Land und den gehorteten Ressourcen, die ihr besetzt und überlässt sie Menschen, die vielleicht jünger seit als ihr, jedoch aktiv an einer enkelgerechten Zukunft arbeiten (in der auch ihr einen geschätzten Platz hättet).

Wenn ihr das nicht macht, dann wird sich jene Generation genau das von euch holen, was ihr von IHR GEBORGT habt. Nur weil man euch erzählt hat, dass man Land als Eigentum horten und mit ihm spekulieren kann, entspricht das nicht der Wahrheit. Das zu akzeptieren tut weh, ist aber nötig.

Ein Zeichen des Wandels: Immer mehr Menschen realisieren, dass sie eben NUR Kapital und Land besetzen.

Vielleicht müssen wir auch nicht so weit gehen. Denn immer mehr Menschen realisieren, dass alles, was sie im Leben tun, nur dem Erhalt eines Denkmusters dient, das sie vielleicht früher gebraucht haben, ihnen aber nun nicht mehr dient. Einige machen wie im Wahn weiter (übrigens auch erschreckend viele Teilnehmende Menschen der alternativen, bio, und „aufklärungs“- Bewegung). Eine grosse Beschäftigungsdauertherapie, die, wenn man ehrlich ist, der ganzen Welt nicht sehr viel bringt, wenn ihr Sinn und ihre Ausrichtung nicht kontinuierlich aktualisiert werden.

Ich weiss es aus meiner eigenen Erfahrung: Es ist sehr unangenehm, sich seine eigene Befangenheit einzugestehen. Die Abschiebung der Schuld auf „die da oben“ ist da viel leichter. Immer das Gejammer um: Ich kann nichts tun, wir werden immer vergiftet, bestrahlt und gehirngewaschen. Da haben wir keine Chance“! Dann gehen sie ins Restaurant und stopfen sich voll mit Steak, Muttermilchprodukten und Alkohol. Ich könnte ko………mpostmieten anlegen und so meinen Boden verbessern!😀

Es sind genau jene Menschen, die uns und unser Projekt(mehrfach beschrieben auf diesem Blog und auf Erdwandler.ch) als unordentliche Bedrohung bezeichneten und uns immer wieder rieten: Geht doch arbeiten, dann ist es einfacher für euch! Es gab sogar Situationen, in denen wir als Schmarotzer bezeichnet wurden. Jetzt kommen diese Menschen zu uns gekrochen (oft auch sehr manipulativ) und wollen von jenem Kapital etwas abhaben, dass Désirée und ich über 5 (oft finanziell unsichere) Jahre erarbeitet haben; Wissen zum selbstbestimmten Leben, das Wissen zur inneren emotionalen Heilung, das Wissen ohne ein Budget seine Träume zu leben, ehrliche, aufrichtige Freunde zu haben, zu wissen, was man Essen kann, wie man auch ohne Staat zurechtkommt und vor allem wie man jeden Tag mit Liebe erfüllt leben kann. Andere hingegen stellen sich stur und wollen nicht reflektieren, weil es einfach so weh tut.

Liebe „Freunde“ dieses Wissen ist nicht etwas, das man einfach im Internet oder Büchern nachlesen kann, es sind die Erfahrungen, die man sich erarbeitet, wenn man sein Leben in den Dienst der Schöpfung und seines Seelenweges stellt. Diese Menschen habt ihr bis jetzt belächelt, als Systemschädlinge beschimpft und sie mit allen Mitteln in ihrem Werden blockiert. Glaubt ihr wirklich, dass jene euch jetzt einfach so alles geben, nach alledem, was ihr ihnen angetan habt, weil ihr einfach nicht der Stimme eures Herzens gefolgt seit? Ihr müsst verstehen, dass wir uns als Selbstschutz von euch distanzieren müssen, bis ihr wirklich bereit seit, eure Fehler einzugestehen und mit uns zusammen in die Heilung gehen könnt.

Der Wandel bedeutet auch Heilung

Heilung fängt mit der Erkenntnis an, gefolgt von der Annahme der Ursache, bis hin zur Heilungshandlung (z.B. eine empathische Therapiesitzung). Glaube mir, es wird immer besser und leichter, wenn man loslässt, statt sich immer wieder in den alten Mustern in Sicherheit zu wägen; oder diese auch noch vehement nach aussen verteidigt.

Wir werden geführt, getragen, geliebt und in unserer Schöpferkraft gefordert/gefördert. Eine liebevolle Erziehung der geistigen Welt zu einem Leben in Glückseligkeit (ebenfalls religionsfrei).

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Titelbild:

Photo by Emil Kalibradov on Unsplash (Thanks a lot)

6 Kommentare zu „Die Menschen realisieren, dass sie eben NUR Geld und Land besitzen

  1. Bravo, genau so ist es! Ich habe einen Schrebergarten den ich nach Möglichkeit
    oermakulturmässig bearbeite. Die Erde ist nach 3 Jahren richtig wertvoll geworden. Das mulchen und biologisch bearbeiten trägt Früchte.
    Ringsherum habe ich viele alte Gärtner: innen. Bis auf eine liebe Nachbarin sagen mir alle; ich habe das schon immer so gemacht das ändere ich jetzt nicht mehr!
    Sprich: Kunstdünger, Pestizide, Fungizide …….. Kein Kompst! Sie tragen alles in einen Container und kaufen dann die Erde in der Landi! ( billig!)
    Sie wollen einfach nicht! Und geben ihre Parzelle nicht ab bis sie sterben.
    Das alles tut mir in der Seele weh.
    Deshalb danke tuuuusigmal für den Beitrag!!

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    1. Wir haben vor einigen Jahren ähnliches durchgemacht mit einem Schrebergemeinschaftsgarten. Nach 5 Jahren, in denen wir für unseren Platz kämpfen mussten, ist er nun einer der schönsten, biodiversesten und produktivsten Gärten der Schrebergartenanlage. Die Nachbarn finden es nun auch toll, da ihr Gemüse nun besser bestäubt wird, es mehr Nützlinge gibt und der Garten einfach eine Augenweide ist. Auch bei ihnen ändert sich langsam was. Langsam, aber es bewegt sich. Es lohnt sich, für das zu kämpfen, was das Herz sagt. Es werden immer mehr Herzmenschen, die auch in Traditionswüsten wie der Schweiz den Wandel bringen! Vielleicht gerade dort? Bleib dran, die Natur ist auf deiner Seite und du weisst nie, wie viel du wirklich auch in diesen Menschen berührst; oft wollen sie es werder wahrhaben noch zeigen……dennoch können sie sich auch nicht der Liebe entziehenm die du in deinen Garten steckst. Danke für deinen lieben Kommentar. Gruss Joscha

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  2. Astrid Schollenberger 28. August 2022 — 07:46

    Liebe Erdwandler,

    Ihr teilt Euere Erfahrungen, vielleicht wollt Ihr etwas von mir erfahren.
    Vor 1980 vor also 42 Jahren habe ich meinen ersten eigenen Biogarten mit Kompost, Mischkultur und Kürbissen angelegt – wurde beschimpft verachtet und diskriminiert.
    Dann haben wir Einkaufskooperationen organisiert, die wenigen biologisch wirtschaftenden Höfe unterstützt und Bioläden betrieben. Sie konnten nicht überleben, wir wurden als Spinner und Traumtänzer beschimpft.
    Mein Teeladen mit u.a. Heilkräutern, alternativer Literatur konnte nicht existieren, weil er nicht der Norm entsprach und erst Jahre später als eine Laden-Kette einen Teeladen eröffnete und Konsumartikel verkaufte, hat es funktioniert.
    Der alternative Projekthof auf dem ich zwei Jahre lebte ist untergegangen durch die soziale Inkompetenz, egoistische Gier und den Drogenkonsum einer Minderheit von Mitbewohner, die ja alle aus dem bürgerlichen Leben aussteigen wollten.
    Die biologische Gärtnerei, die ich mit dem Vater eines meiner Kinder geführt habe musste ich aufgeben, weil er ein freies Leben führen wollte und ich die Schulden bezahlt habe für Hof und Betrieb.
    Als freie Mitarbeiterin in einer Forschungsstelle für praktische Philosophie habe ich in einemTeam Lebensphilosische Literatur publiziert. Die Arbeit musst eingestellt werden, weil der Herr Professor die Mittel für seine Mätresse gestohlen hat.
    In der Firma in der ich dann arbeiten musste, war ich immer eine Außenseiterin, hintergangen, angefeindet und bin trotzdem einen guten Weg gegangen, habe mich im Personalrat für Kollegen und Kolleginnen eingesetzt.

    Heute sind meine Haar grau, weil ich sie nicht färbe – dafür musste ich mich auch beschämen lassen.

    Ich habe meine Kinder annähernd alleine erzogen, habe kein Geld und keine Rente von den Vätern und habe nach dem Tod meines Vaters meine Mutter unterstützt. Von der Frauenbewegung werde ich als reaktionär bezeichnet, weil ich mich für gemeinsames Wachstum und Care-Aufgaben für Frauen und Männer stark mache.

    Ich bin elf Jahre nur öffentliche Verkehrsmittel gefahren und bewirschafte einen gemieteten 1500 qm Garten nach dem Drei-Zonen-Prinzip von Markus Gastl.

    Aber jeder nimmt sich das Recht, weil ich graue Haare habe und nun mal in eine Generation geboren bin, mich wieder zu diskriminieren. Auf der Straße im Bus, im Laden.

    Ganz ehrlich – diese ganzen Ideologien, die nur polarisieren und Wut gegen irgendjemanden hervorbringen, ich habe keine Mühe es zu schreiben: kotzen mich an.

    Ja! Macht es besser. Schafft das Geld ab und die Macht und das Eigentum ich bin dabei. Mir ist es nicht gelungen. Ich werde die Welt nicht retten, aber auf einem Stückchen Erde kann ich etwas gutes tun für ein paar Wesen.

    Viele Grüße
    Astrid

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    1. Liebe Astrid
      Ich weiss nicht genau, wie du den Text für dich verstanden hast. In meinen früheren Beiträgen und auch in diesem, spreche ich meine Wertschätzung für die Errungenschaften der vorherigen und auch noch lebenden Generationen aus, die aus Liebe erschaffen haben. Unglaublich, mit was du damals noch zu kämpfen hattest. Auch dank deines Engagementes hat sich viel verändert. Dieser Blog folgt keiner Ideologie und keiner Religion. Ich schreibe so ehrlich, wie es mir nur möglich ist. Ich habe nie gesagt, die Alten sind schlecht! Wir müssen alle zusammenarbeiten und uns nicht nur mit Ratschlägen (von beiden Seiten) nerven. Wenn du diskriminiert wirst, dann stell dir mal vor, wie wenig Aufrichtigkeit jenen Menschen besitzen, dass sie die widerliche Form der Diskriminierung nötig haben. Dennoch bist du scheinbar immer wieder gestärkt aus den Situationen herausgegangen, während andere Menschen einfach aufgeben würden. Ich hoffe, dass ich einiges klären konnte, danke dir für deine tolle Arbeit, den Kommentar und würde mich freuen, wenn du weiterhin als Leserin diese Beiträge verfolgst. In Liebe Joscha

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  3. Lieber Erdwandler
    Danke für’s Teilen Deiner Gedanken. Ich lebe und werke nach dem Motto „just do it“. Mein Land (Baumgarten) und Garten bewirtschafte ich seit Jahren mit biologischen Methoden. Unseren Sitzplatz haben wir vor 20 Jahren mit Reben bepflanzt, eine Naturwiese wachsen lassen und zur Geburt der Kinder Apfelbäume gesetzt. Wir waren jahrelang fast die einzigen mit Nutzpflanzen im Quartier. Rundherum Rasen, Thuia und Buchs.
    Mein Gemüsegarten befindet sich mitten im Dorf und es bedarf vieler Erklärungen, warum denn das jetzt so „unordentlich“ aussieht und so weiter. Ich finde es eher amüsant und erkläre und zeige, dass es funktioniert. Wir setzen selber Kartoffeln, haben dieses Jahr Weizen angebaut als Projekt, machen seit Jahren eigenen Most etc. Ich versuche vorzuleben, dass es auch anders geht und dass das Land, das ich bewirtschafte mir auf eine begrenzte Zeit anvertraut wurde und es gilt, der Schöpfung Sorge zu tragen. Liebe Grüsse Verena

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    1. Das klingt toll. Ich finde deine Einstellung sehr sympathisch und wünsche dir und deiner Familie weiterhin viel Erfolg:-)

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