Krisenvorbereitung auf dem Land und in der Stadt/Essen auch ohne eigenen Garten

Disclaimer zu Beginn: Im Gegenteil zu vielen aktuellen Artikeln in den öffentlich-unrechtlichen Medien möchte ich hier keine Panik verbreiten! Da du aber schon mal hier bist, möchte ich mit dir teilen, wie ich mich ohne Garten und ohne Zugang zum Supermarkt mit den nötigen Dingen versorgen würde. Wer sich und andere versorgen kann, schafft eine Sicherheit, die krisenfest ist; aber auch in «normalen Zeiten» enorm wertvoll und bereichernd ist.

Werde dir deiner Bedürfnisse bewusst!

Klar, du brauchst Essen, Unterschlupf, sauberes Wasser und im Winter sicherlich Wärme. Kochen musst du nur, wenn Wasser mit Bakterien kontaminiert ist. Rohkost kann auch im Winter wärmen (ich spreche hier nicht von «Rohkost direkt aus dem Kühlschrank»). Veganer sind hier klar im Vorteil, da viele pflanzliche Lebensmittel nicht gekocht werden müssen (ausser echte Bohnen und einige Waldpilze). Ok, man kann auch Fleisch roh essen, Mäuse fangen und essen oder sonst auf die Jagd gehen. Aber das braucht viel Energie, Überwindung und in einer bevölkerungsreichen Umgebung kommt es sicherlich zu Interessenskonflikten 

Hast du Wasser, wenn der Strom ausfällt und die Pumpe der Wasserversorger nicht mehr funktioniert? Regenwasser kann man ebenfalls, auch ohne abzukochen trinken, WENN es nicht in verkeimten Gefässen gestanden hat oder über, mit Vogelkot beschmutzte Dächer gelaufen ist.

Falls du dir Gedanken wegen der Sprüherei am Himmel und dem Regenwasser machst: Wenn du daran nicht glauben möchtest, dann trinke das Wasser direkt und alles ist dann sowieso in Ordnung. Falls du aber durch mögliche Recherchen zu einer anderen Meinung gekommen bist, dann kannst du dir aus einem Fass, Kies, Sand und Holzkohle einen prima Wasserfilter bauen. Ich habe in Neuseeland monatelang «rohes» Regenwasser getrunken, das in einem Tank gesammelt wurde. Zum trinkbaren Himmelswasser gehört auch Schnee (nein, nicht der Gelbe😊). Ansonsten helfen Aktivkohlefilter, behelfsmässige Destillationsaufbauten oder die Flüssigkeit in Gemüsen und Früchten.

Ein richtig guter Winterschlafsack hilft immer. Ein Feuer in der Wohnung zu machen kann zu Kohlenmonoxidvergiftung führen. Dort unbedingt auf gute Durchlüftung achten.

Nochmals zum Kochen: Kochen ist nur dann wichtig, wenn die Nahrungsmittel roh giftig oder ungeniessbar sind. Die Wärme, die uns Lebensmittel spenden, ist unabhängig von ihrem Verarbeitungsgrad. Ich empfehle explizit den Rohkostanteil in der Ernährung zu erhöhen. Eine eigene Sprossenzucht (und bitte etwas mehr als nur ein Kresseigel) ist auch ausserhalb von Krisenzeiten eine gute Sache.

Weitere Bedürfnisse? Was machst du, wenn dir langsam deine Vorräte ausgehen? Hast du überhaupt Vorräte? Hast du dir einen Strategieplan zurechtgelegt? Dir die Adressen deiner Freunde gemerkt? Brauchst du irgendwelche Medikamente? Kannst ggf. etwas zum Tausch anbieten? Kommst du auch einen Tag ohne Handy klar? (das war nicht unbedingt als Witz gemeint)!

Auf dem Land/in der Stadt

Wenn du nicht gerade in einer Agrarwüste (Bspw. kilometerweise Energiemais) lebst, dann gibt es auf dem Land viele Lebensräume, in denen verschiedenste nutzbare Pflanzen wachsen. Ein guter Kontakt zu Bauern ist ebenfalls von Vorteil (Schau dir dazu mein Video an, wie wir unseren Apfelkeller trotz Totalausfall der eigenen Ernte gut gefüllt haben. Aus meiner Erfahrung heraus ist die Landbevölkerung noch handwerklich begabter als Menschen in der Stadt (das ist sehr pauschalisiert und stimmt natürlich nicht für alle), da sie den Komfort der ständigen Verfügbarkeit aller Dinge nicht haben. Das macht sie selbstständiger und unabhängiger als jemand, der NUR im Büro arbeitet und sonst keine Dinge des täglichen Bedarfs selbst herstellen kann (nochmals: ich will hier niemanden verurteilen und habe euch alle lieb 😊).

Interessiert? Dazu empfehle ich folgenden Beitrag

Auf dem Land zu leben hat, neben der oft schweren Annäherungsphase an die dortige Bevölkerung, viele Vorteile: In vielen Dörfern hilft man einander und steht auch in schwierigen Zeiten zueinander. In der Anonymität einer Grossstadt wird das schwierig, wenn eine Massenpanik ausbricht. In den letzten zwei Jahren ging man auf dem Land tendenziell lockerer mit dem «C.Phänomen» um, als in der Stadt; ein sehr interessanter psychologischer Fakt. Die oft konservativere Landbevölkerung hatte hier den Vorteil, dass sie die Dauernews nicht gerade voll angenommen hat und sich direkt auf diesen «neuen Trend» stürzte. Das Gleiche gilt auch bei 5G.

In der Stadt hat man den Vorteil, mehr gleichgesinnte Menschen zu finden, die ebenfalls unabhängiger leben wollen und sich leichter auf neue Arten des Zusammenlebens einlassen können. Da ist ganz klar mehr Flexibilität vorhanden. In Zürich, Bern und anderen Städten, weiss ich von mehreren Gruppen, die sich aktuell ein Versorgernetzwerk aufbauen, dass ohne die öffentliche Hand auskommt. Psychologisch gesehen ist das unbezahlbar. Obwohl ich auf dem Land aufgewachsen bin, fühlt man sich als Veganer, Permakulturpraktiker und empathisch/geistig arbeitender Mensch oft sehr allein, weil das nicht so ganz in die Tradition passt. Dennoch habe ich hier auch viele Freunde, die keine Veganer sind oder mit ihrer Landwirtschaft noch nicht über „konventionelle“ Art herausgekommen sind. In der Stadt hat man da einfach eine höhere Trefferquote. Wenn man es schafft, ein gutes Netzwerk aufzubauen (egal wo) oder hineinzukommen, dann ist das die beste Basis überhaupt!

Wo kommt das Essen her?

Wir versuchen schon aus ethischen, qualitative und ökologischen Bedenken die Supermärkte möglichst zu meiden (ich sage «möglichst»). Ok, wir haben einen Hof mit Wald, den wir pachten. Essen ist da kein Problem. Aber auch wenn du keinen Garten hast, kannst du dich mit Früchten und Gemüsen, Nüssen und Pilzen selbst versorgen. Fleisch, Fisch, Eier und Muttermilch (Kuh-, Ziegen-, Schafsmilch) gehören nicht unbedingt in eine gesunde Ernährung in Mitteleuropa. Eine melkbare Kuh in der Stadt aufzutreiben, ist sowieso eine Herausforderung und die Katze des Nachbarn anzuknabbern, hilft nicht gerade den guten, zwischenmenschlichen Beziehungen.

Um sich mit pflanzlichen, sehr hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen, kann ich sogar empfehlen, die Supermärkte tendenziell zu meiden. Dafür gibt`s Wochenmärkte, Wildgemüse, zahlreiche, obsttragende Bäume (die meistens keiner beerntet), verlassene Gärten, Waldstücke, Pärke und Flächen, wo die «bösen», aber oft sehr nahrhaften und sogar heilsamen Neophyten in Massen wachsen. Eine gut entwickelte Topinanburpflanze kann dich über eine Woche gut ernähren; mit den ganzen Blähungen, ist auch für Unterhaltung gesorgt:-)

Wir bestelle Keimsaaten, Reis, Nüsse und Gewürze oft in grösseren Mengen. Das ist nicht nur etwas günstiger, sondern spart Verpackung und die vielen Extratouren zum Supermarkt.


Wo kommt die Wärme her?


Aus unseren Herzen, wenn wir das zulassen!


Wo kommt die Wärme in einer Mietwohnung her?


Wir leben in einer Wohnung, die noch mit Heizöl warmgehalten wird. Wir müssen uns also fragen, ob wir die Steuerung der Ölheizung über die Solarzellen notversorgen wollen oder ob der Einbau eines temporären Ofens (der ebenfalls schon bereit stünde) die bessere Lösung ist. Beides ist möglich, doch noch funktioniert alles. Wer sowas nicht hat, der kann sich z.B. einen Teelichtofen bauen (wirklich eine Notlösung). Die Baupläne für einfachste Raketenöfen gibts im www. Kuscheln ist ebenfalls eine schöne Option. Die Abwärme eines Kompostehaufens kann ein Haus mit Wärme und Heisswasser versorgen; ganz ohne Verbrennung. Überlege dir, welche Räume du wirklich heizen möchtest. Dann gibt es noch die warmen Pullis.

Wo kommt der Treibstoff her?

Tja, eine Frage die sich jeder unabhängig von Krisen stellen sollte. Wo kommen die Dinge eigentlich her?

Nun aber zurück zum Thema: Heizöl ist dem Diesel sehr ähnlich und kann ohne Modifikation auch als solcher verwendet werden. 4-Takt-Benzin kann jahrelang in geeigneten Stahlkanistern gelagert werden. Jetzt wirds spannend zu sehen, wo Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen im Winter ihre nachhaltige Energie herkriegen. Alles nur aus Solar und Wind?

Innovative Technologien wie die von Schauberger, Reich, Tesla (nicht der von Musk), Stan Meyers und anderen wird seit Jahren mit verschiedenen Methoden unterdrückt; Bitte erst recherchieren bevor man gleich Verschwörungstheorie schreit!

Ich weiss, dass meine Leserinnen und Leser sehr informierte Menschen sind, die jede Krise mit äusserst kreativen Lösungen bewältigen und es nicht nötig haben, andere Menschen und ihre Meinungen zu diffarmieren. Schon wieder wirds politisch; Krisen und die aktuellen Politsysteme auseinander zu halten ist aber auch schwer….verzeiht mir.


Also der Treibstoff. Wo fahren wir denn überhaupt während eines Blackouts hin? Wird wahrscheinlich schwierig….. Ich kann mir vorstellen, dass die Hauptstrassen mit Autos blockiert sein werden, die einfach keinen Sprit mehr haben. Spiritus sanctus adeus!

Wenn ihr handwerklich begabt seit, gibt`s da noch Biogas, Holzgas und Ethanol, die ihr mehr oder weniger einfach zu Hause selbst herstellen könnt.


Flucht im Notfall; aber wohin?


„Wohin genau?“, ist nicht nur ein Pokémon, sondern auch eine ernsthafte Frage, nachdem die Grundversorgung wegfällt. Wochenlang in der Winterkälte draussen campieren? Die vielen Obdachlosen und Flüchtlinge machen es uns seit Jahren vor. Was wäre, wenn die Grundversorgung dann nur noch für Menschen gilt, die einen QR-Code aufweisen können (nur so laut gedacht)? Doch wenn wir endlich zusammenarbeiten, dann schaffen wir es auch ohne diese „Angebote“.
Wenn wir gerade von Angebot sprechen, möchte ich euch auf die fantastischen Kurse hinweisen, die 2022 hier auf dem Erdwandlerhof auf euch warten. Da lernt ihr alles, was man so wissen sollte, um selbstbestimmt und autark leben zu können. Spoiler aus.


Du bietest hier doch keine Lösungen!


Ich werde in gewissen FB-Gruppen immer wieder kritisiert, dass ich nur Bla-Bla ohne Impressum und esotherisches Humbuggeschwurbel ohne praktische Tipps liefere. Nun: Wer nicht all den anderen Inhalt dieses Bloges lesen kann und über die Jahre verlernt hat selbstständig zu denken, der ist tatsächlich auf dieser Internetseite fehl am Platz. Für alle anderen stehe ich mit all meinem Wissen, meinen Erfahrungen und der Schwarmintelligenz meines tollen Netzwerks zur Verfügung.
Wisst ihr was, ein Blackout wäre eigentlich ganz interessant, das würde uns wieder an die Welt jenseits der Technosphäre erinnern. Hoffen wir, dass, egal was der Übergang in die neue Zeit bringt, möglichst friedlich verläuft. Ich werde hier sein und für euch schreiben. Übrigens: Die Blogbeiträge könnt ihr auch kopieren und den Text offline speichern.

Euer Erdwandler Joscha

Ich hoffe, dass dieser Text euch Spass und Inspiration gebracht hat. Bis zum nächsten Beitrag oder Kurs!

4 Kommentare zu „Krisenvorbereitung auf dem Land und in der Stadt/Essen auch ohne eigenen Garten

  1. Danke für die ehrlichen Worte.
    Ich wünsch mir, dass das System so weit zusammenbricht, dass wir mehr oder weniger Alle gezwungen werde, Teil unserer Nahrung selbst zu produzieren. Es ist einfach natürlicher und so unglaublich viel gesünder.
    Und ich wünsche mir auch, dass die Menschheit sich wieder vereint und das bedingungslose Grundeinkommen tatsächlich global eingeführt wird, aber ohne Kontrolle via irgendeiner Weltregierung, sondern lokal verwaltet.
    Ist alles machbar und ich hab keinen Zweifel, dass es so sein wird.
    LG, Tanja

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  2. Obwohl mein liebster Spruch und die dazugehörigen Taten „Vorrat ist der beste Rat“ ist, hat mich die Frage „Wo kommen die Dinge eigentlich her?“ jetzt sehr sehr nachdenklich gemacht. Fast zeitgleich tauchte auch noch die Frage auf „Wo gehen die Dinge eigentlich hin?“. Herzlichen Dank dafür.

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  3. Ja er hat Spaß und Inspiration gebracht. Herzlichen Dank vom gruenendaumen

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  4. Der Tag „Superfood vor der Haustüre“ hat bei mir positive Spuren hinterlassen, denn gleich tagsdarauf habe ich auf meiner Spurensuche Gundermann in grossen Mengen bestimmen können, welch eine Freude und Ansporn! Ich werde auf jeden Fall an diesem Thema dran bleiben und freue mich, jeden neuen Monat zu entdecken, was essbar ist. Joscha und Désirée haben uns so inspririerend und liebevoll durch den Tag begleitet: einfach toll! Herzlichen Dank, macht weiter so und erreicht möglichst viele Menschen mit eurer Philosophie! Alles Gute euch! Corinne

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