Luzide Träume: Bewusstsein erleben und Träume steuern

Ich erwachte und träumte doch weiter. Der Traum wurde zu mir und ich zu ihm. Mir war auf einen Schlag bewusst, dass ich diese Realität erschuf…

Liebe Leserinnen und Leser

In diesem Beitrag schreibe ich über ein Thema, dass so spannend, real und beängstigend zugleich ist. Über den Moment, wenn man realisiert, dass es mehrere Dimensionen parallel zu unserer gibt; den Moment, in dem man im Traum aufwacht. Grundsätzlich träumen wir alle jede Nacht, aber kurz nach dem Aufwachen können die meisten von uns sich nur noch schwach an das gerade Erlebte erinnern. Während des Träumens akzeptieren wir scheinbar widerstandslos, dass wir fliegen können, uns innerhalb eines Wimpernschlages in einem neuen Zeitalter befinden, zehn Finger an jeder Hand haben oder einfach ohne Hose ins Büro gegangen sind. Luzide Träume oder auch Klarträume sind dagegen Träume, in denen wir erkennen, dass wir träumen, ohne dabei aufzuwachen. Uns ist klar, dass wir Träumen, wir werden im Traum luzid.

Meine Geschichte

Nur wenige Menschen in meinem Umfeld wissen, dass ich regelmässig luzid träume und dann den Traum steuern kann. Das habe ich schon mein ganzes Leben lang gemacht und es könnte nichts Normaleres für mich geben. Früher nahm ich automatisch an, dass das jeder von uns macht. Obwohl jeder und jede das Potential dafür hat, scheint es eher wenige Menschen zu geben, die tatsächlich luzide Träumen haben und ihr Erlebnis auch teilen.

In meiner Jugend lernte ich Techniken, um schneller einen Traum von der Physis-Realität unterscheiden zu können. Meine Träume nutzte ich am Anfang um herumzufliegen, lustige Riesenmonster durch die Landschaft laufen zu lassen und hübsche Mädels zu treffen (ja tatsächlich, wenn man als Jugendlicher seine Realität komplett steuern kann, dann gehört auch das dazu). Mittlerweile nutze ich die Zeit im Traum, um mit meinen geistigen Helfern Gespräche zu führen, meine Seelenfamilie zu treffen, neue Erkenntnisse übers Gärtnern zu erlangen oder einfach telepathisch mit anderen Wesen Kontakt aufzunehmen.

Luzid Träumen kann jeder, nur kann es sich nicht jeder vorstellen

Wenn man mich fragt, wie denn so ein Traum ist, fällt es mir schwer, eine konkrete Antwort zu geben. Ich bediene mich meistens an folgendem Beispiel: «Stell dir vor, du stehst auf einer asphaltierten Strasse, die sich über eine blühende Wiese zu einem Wald hinschlängelt und dann in ihm verschwindet. Es ist ein warmer Frühlingstag und leichte Wolken ziehen über der Landschaft dahin. Plötzlich realisierst du, dass du diesen Ort gar nicht kennst und keine Ahnung hast, wie du dorthin gekommen bist. Da das Letze, an das du dich erinnern kannst, dein Zubettgehen ist, muss dies ein Traum sein. Du drehst dich in alle Richtungen um, fühlst die Wärme der Sonne und der Strasse, riechst die Blumen der Wiese, hörst das Rauschen des Waldes im Hintergrund und spürst die schwere deines Körpers auf dem Asphalt. Alles fühlt sich so real und so wirklich an, obwohl du weisst, dass dein Körper in einem dunklen Raum auf deinem Bett liegt. Deine Verblüffung ebbt mehr und mehr in die Erkenntnis aus, dass du träumst, aber gleichzeitig den Traum erschaffen hast. Du merkst, dass sowohl die Strasse, auf der du stehst, als auch die Wiese mit ihren Düften, der Wald und der Himmel, nichts anderes als eine erweiterte Form von dir selbst sind. Genau so fühlt sich ein luzider Traum an….

Träume kontrollieren und die Kontrolle abgeben

Während eines luziden Traumes kannst du alles machen, was du dir vorstellen kannst. Du kannst einfach losfliegen, dein Traumhaus/-auto vor dir materialisieren, durch Wände gehen, dich an andere Orte teleportieren, neben der Leadsängerin deiner Lieblingsband auf einer Grossbühne singen, den Erdwandlerblog mit der gleichen Emailadresse nochmals abonnieren, Permakulturgärten innerhalb von Sekunden anlegen oder Geld über dich regnen lassen. Alles wird sich genauso real anfühlen, als würde es gleich jetzt geschehen. Du kannst alles sein und alles kontrollieren.

Obwohl das alles in einem Bruchteil einer Sekunde möglich ist, bevorzuge ich, das Traumgeschehen einfach mal zu beobachten. Denn oft will uns entweder unser Unterbewusstsein, unser höheres Selbst oder ein anderes Wesen eine Nachricht mit dem Traum überbringen. Diese Informationen können sehr wichtig sein. Stell dir mal vor, du träumst von einer wichtigen Entscheidung in deinem Beruf, der deinen professionellen Weg massgeblich verändern kann und du verwandelst deinen Chef aus Spass in eine Ente. Das kann zwar ziemlich lustig sein, doch du verpasst die tiefere Information. Alles zu kontrollieren ist also nicht immer der beste Weg.

Wie man das Luzidträumen lernen kann

Ich sage es gern nochmals: Jeder*e kann luzid Träumen. Auch Menschen, die überhaupt nichts mit Spiritualität, anderen Dimensionen oder feinstofflichen Wesen zu tun haben, geschieht es immer wieder, dass sie plötzlich in ihrem eigenen Traum aufwachen. Um einen luziden Traum zu induzieren, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Die ‘Aufwach-und-wieder-Einschlaf-Methode’: Dabei stellst du den Wecker auf eine Zeit früh am Morgen, zu der du noch nicht aufstehen musst. Ich empfehle 2-3 Stunden vor deinem normalen Aufstehen. Für unser Gehirn ist es wichtig, dass es zuvor genug Zeit hatte, die ganzen Eindrücke und Erlebnisse des Vortages zu verarbeiten. Nach einigen Stunden Schlaf ist dein Hirn dann fürs Klarträumen bereit. Jene Träume finden am häufigsten statt, wenn die Eigenwahrnehmung noch nicht so tief schläft, dass sie vergisst, dass man eigentlich im Bett liegt und nicht mit einem schwebenden Surfboard über einen Lavasee schwebt. Man lässt sich also vom Wecker aufwecken und bleibt etwa 20min wach, um das Hirn wieder aufzuwecken. Der Körper ist aber immer noch müde und schläft gleich nach dem erneuten Zubettgehen wieder ein. Die Chance, dass du nun dein eigenes Träumen realisierst, ist viel höher, als wenn du am Abend, nach einem anstrengenden Tag versuchst, in deinem Geiste achtsam zu bleiben.

– Die Tick-Methode

Ein sogenannter Tick ist eine Angewohnheit, die ein Mensch meist unwillentlich entwickelt und unkontrolliert auslebt. Man kennt das von Menschen mit dem Tourette-Syndrom. Um luzid zu träumen, kann man sich dagegen einen solchen Tick willentlich antrainieren. Die Chance, dass man jenen dann während eines Traumes ausführt, ist sehr gross. Der wohl Bekannteste ist das Finger zählen. In Träumen kommt es oft vor, dass man auf eine Uhr blickt und sich die Zeit plötzlich verändert. Die Buchstaben eines Textes verändern sich vor den eigenen Augen oder genauso häufig: Man hat entweder keine oder viel zu viele Finger an einer Hand. Um diesen Unterschied zur Wachrealität zu erkennen, muss sich nur während des Tages angewöhnen, immer und immer wieder auf die Hände zu schauen und seine Finger zu zählen. Nach einigen Tagen oder Wochen macht man das automatisch. Ich machte die Erfahrung, dass ich genau diese Angewohnheit im Traum weiterführte und auf einmal zehn Finger an einer Hand zählte. Nun wusste ich, was Sache war und flog los!   

-Eine Intention setzen

Eine sehr effektive Methode ist das setzten einer Intention, bevor man schlafen geht. Nach dem Hinlegen denkt man sich folgenden Satz: «Ich werde heute Nacht klarträumen und bewusst meine Träume erleben». Es braucht vielleicht einige Nächte, bis es klappt, also gib nicht auf!

Bitte deine geistigen Helfer um Unterstützung

Wie bei der Intentionsmethode, kannst du auch deine geistigen Helfer um Hilfe beim luziden Träumen bitten. Wenn du dich noch nie zuvor mit ihnen bewusst auseinandergesetzt hast, dann stell dir einfach vor, dass sich um dich herum Freunde befinden, die du alles fragen kannst, und die dich liebend gern in deinem Prozess unterstützen.

-Traumkräuter

Die bekanntesten Traumkräuter, die nachweislich zu luziden Träumen geholfen haben, sind das mexikanische Traumkraut Calea zacatechichi (C. ternifolia) oder die afrikanische Traumwurzel (Silene capensis). Leider habe ich bis jetzt mit keiner der beiden Pflanzen Erfahrungen sammeln können, und kann deshalb auch nichts dazu schreiben. Ich werde sie aber sicher mal ausprobieren. 

Luzides Träumen ist ein Weg, die Geheimnisse unseres Universums und Informationen über unserer Rolle als Menschen auf dieser Welt zu erfahren. In jenen Träumen können wir alle möglichen Szenarien durchspielen und so erfahren, was uns wirklich wichtig ist in unserem Leben als inkarnierte Seele. Was das genau ist, kann so unendlich verschieden sein. Was wirklich zählt, sind nicht meine Träume oder die Erlebnisse deines Nachbarn, sondern deine ganz eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse. Denn nur du hast deine eigene Seelenaufgabe gewählt und gehst ihr auf deine ganz eigene, wunderbare Weise nach.

Ich wünsche dir viel Spass beim Experimentieren und Erleben. Schreibe mir doch bitte deine Erlebnisse in die Kommentare. Bist du auch schon mal geflogen?

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