The rise of Oma`s Gummibaum. Der Zimmerjungel wird immer beliebter

Die Wiederkehr des Gummibaumes, die Renaissance des Gelbbaumes und die Comebacks des Ficus benjamini sind wahre Zeichen der Zeit. Es sind die Namen einer Bewegung hin zur Natur. Natur muss kann auch innerhalb der Komfortzone stattfindet. Eine Zeitlang als furchtbar spiessig und grossmütterlich verschrien, rücken Grünlilie und Co. wieder in jenes Licht, das durch das Fenster der Stadtwohnungen scheint. 

Liebe Leserinnen, Zimmergärtner und Indoor-jungle-tarzans  

Zimmerpflanzen haben seit ca. 3 Jahren wieder Hochkonjunktur. Spätestens seit dem ersten Lockdown haben die Menschen wieder die eigene Wohnung richtig wahrgenommen und bemerkt, dass einfach etwas fehlt. Neben Chippendale-Stuhl und Designerlampe liegt der Schlüssel zum vollkommenen Wohnungsbild doch so nah: Es fehlt das Lebendige! Wir Menschen sind Teil des Ökosystems und es beruhigt uns, wenn wir die dunkelgrünen Blätter eines Baumes oder die Blüte einer Blume sehen. So simple und alltäglich sie auch immer sein mögen. Sie werden oft übersehen; doch ohne sie wirkt der eigene Lebensraum irgendwie tot und kalt.  

Pflanzen sind unsere grünen Brüder und Schwestern, wie es schon die Ureinwohner Nordamerikas richtig erkannten. Sie geben uns Nahrung, Wärme, Kleidung, Kosmetika, Heilmittel, Baustoffe, Regen und saubere Luft. Letzteres ist in Grossstädten mit wenigen Bäumen Mangelware. Nicht überall sind Stadtbäume und ausgedehnte Parks die Regel. Land heisst nicht automatisch frische Luft. Auch in modernen Häusern auf dem Lande, ziehen Weichmacher, Lösungsmittel und Co. aus den Wänden und Möbeln aus und wandern mit jedem Atemzug in unsere Lungen. Hilfe muss her! 

Die Grossmutter und ihre grünen Zimmerkrieger 

Was oft als grüner Bestandteil des 50 – 60er Miefs empfunden wird, hat mehr positive Wirkung auf die gute Stube und die eigene Gesundheit, als man im ersten Moment denkt. Neben dem Gummibaum (der übrigens nicht das Gummi für Reifen, Handschuhe und Kondome liefert) sind vor allem die Grünlilie, die Monstera, der Drachenbaum und der Baumfreund, die in grossmütterlichen Biosphären vorkommen. Doch Omama ist schlau: Ihre grünen Krieger haben allesamt fantastische Luftreinigungsmechanismen, von denen sich jede Art einen anderen Schadstoff vorknüpft. Während Grünlilie und Drachenbaum, dem Formaldehyd aus Spanplatten den Garaus macht, ist die Friedenslilie des Kettenrauchers bester Freund. Efeu filtert Benzole und der bezaubernde Ficus benjamini schnappt sich das Toluol aus den Lacken und Klebern der hochpreisigen Designermöbel oder der riesigen, gut furnierten Wohnwand. Der Jungel im Haus ist also eine echte Bereicherung. Ein Topfökosystem und Lebensraum für den modernen Menschen. Wer die Affen in jener Biosphäre spielt, ist dann wohl auch klar 🙂

Mit Pflanzen kommt die Heilung

Das Schönste und vielleicht das Heilenste ist jedoch, sich um jemanden zu kümmern. Vereinsamung ist nicht nur bei älteren Menschen ein riesiges Problem. Sich liebevoll der Pflege einer Pflanze zu widmen und ihrem Gedeihen zuzusehen, berührt die menschliche Seele zutiefst. Es ist genau jene Kraft, die Menschen so unglaublich stark bewegt: die Liebe. Liebe zu sich selbst oder zum Nächsten. Auch wenn dieser Nächste belaubt ist und nicht die gleichen Wörter spricht, wie man selbst. Uns geht es richtig gut, wenn wir sehen, dass es anderen auch gut geht.

Auch bei uns werden es immer mehr!
Sobald die Grünlilien grösser werden, wird daraus eine grüne Wand.
Am hellsten Fenster der Wohnung wird vermehrt. Die Verwandten werden sich freuen!

Ein WIN-WIN-Situation

Pflanzen nehmen Menschen ebenso wahr. Sie freuen sich, wenn ihr Lieblingsmensch im Raum ist. Eine Wahrnehmung im energetischen Bereich. Die Erklärung mit dem ausgestossenen CO2 in der Atemluft beim Sprechen mit der Pflanze, hat nur einen minimen Effekt, verglichen zum liebevollen Betrachten der Pflanze durch einen Menschen.  

Zu lieben und geliebt zu werden, ist so ziemlich das potenteste Heilmittel, das es nicht bei ihrem Arzt oder Apotheker gibt. 

Vom Mauerblümchen zum Insta-Star 

Ich liebe alle Pflanzen. Egal ob «Unkraut», einheimische Bienenförderpflanze oder tropische Zimmerpflanze. Sie alle haben ihre ganz eigene Ästhetik und Ausstrahlung. Genau diese verschiedenen Aspekte haben findige Instagramer und Instagramerinnen wiederentdeckt und die mannigfaltigen Details der zimmerpflanzlichen Schönheit, perfekt in Szene gesetzt. Nicht ohne Folgen. Kanäle auf YouTube und Profile auf Instagram mit Zimmerpflanzen und Tipps zu deren Pflege boomen. Mehrere tausend Follower verfolgen den Dreh des Glücksbambus oder wenn der Geldbaum ein neues Töpfchen bekommt. Die Fragen besorgter Pflanzeneltern füllen ganze Foren. Und kein Yogaflow-video kommt mehr ohne Topfpflanze im Hintergrund aus. 

Die Sehnsucht nach den Wurzeln 

Mich berührt es im Herzen, wenn ich die ganze Begeisterung für Pflanzen sehe, die im Moment Social Media und die Buchläden durchwächst. Ich sehe darin die Sehnsucht nach etwas Natürlichem, nach Lebendigem, etwas Echtem.

Nur ein Trend? Ich glaube nicht. Wir sind mitten in einem globalen Wandel und einer riesigen Umwälzung unserer Werte in der Gesellschaft. Grosse Megatrends zeigen gesellschaftliche Bewegungen in Richtung Natur, Zwischenmenschlichkeit und Gesundheit auf. Die Digitalisierung stellt Medien bereit, durch die, all die neuen Gummibaumfreundinnen und -freunde ihre Begeisterung mit der Welt teilen. Während der Lockdowns und nachher im Homeoffice, scheinen viele Menschen die Liebe zum Gärtnern, Zimmerpflanzenpflegen und zum Sauerkrautmachen wiedergefunden zu haben. Pflanzen erinnern uns an unsere Herkunft, den Wald und die Savanne. Nur einen kleinsten Bruchteil unserer Zeit als Menschen, verbrachten wir in beheizten Räumen und noch weniger im Homeoffice. Durch die Trennung von Menschen und Umwelt sind Leerräume entstanden, die unsere Körper und unsere Seelen zu schliessen versuchen. 

Habt ihr Interesse an weiteren Informationen zum Zimmerjungee und der eigenen Pflanzenanzucht? Welche Pflanzen wohnen bei euch zuhause und sind sie auch schon Stars auf Instagram? Schreibts mir doch in die Kommentare (am unteren Ende dieser Seite) und ich werde weitere Beiträge zum Thema posten. Bei uns in der Wohnung werden es auch immer mehr Pflanzen, obwohl wir 2.8 Hektaren Land ums Haus herum zur Verfügung haben. Ich kann einfach nicht ohne Pflanzen 😊   

Auch der Pothos ist ein Gewinn für jede Wohnung. Juhu!

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Titelbild: Scott Webb auf Unsplash

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