Das sind die beliebtesten Wildkräuter 2026…mit Ideenboard

Heute habe ich dir etwas ganz Besonderes mitgebracht. Wieder bist du gefragt. Was ist dein Lieblingswildgemüse und welches Rezept damit schmeckt dir besonders gut? Weiter unten im Text dazu mehr.

Apropos: Die Umfrage aus dem letzten Beitrag wurde beendet und ich habe allen, die mitmachten (und auch die Umfrage komplett mit Emailadresse ausgefüllt haben) die vollständigen Antworten der anderen zukommen lassen. Es hat mir grossen Spass gemacht, eure Wege, Erfahrungen und Ideen kennenzulernen. Für die anderen, habe ich den letzten Beitrag mit ausgewählten Antworten der Umfrage ergänzt. Da nochmal reinzuschauen, lohnt sich.

Der heutige Beitrag


Der Frühling zündet den grünen Booster: Es ist wieder Wildkräuter-Saison! Dieses Mal habe ich einen ganz speziellen Wildgemüsebeitrag für dich. Da ist ja schon der ein oder andere Beitrag zum Thema auf diesem Blog erschienen; das munkelt man jedenfalls. Gemüse aus dem Garten Gottes, so wollte ich diesen Text zuerst nennen­–eine kleine Homage an Maria Treben.


Wenn ich das Wort „Wildgkräuter“ verwende, denken die meisten Menschen an Tee oder Salat. Beim Begriff „Wildgemüse“ öffnet sich dagegen ein ganz neues Fenster. Unsere Kulturgemüse, also die, die so auf der Auslage des Supermarktes oder Hofladen rumhängen, sind allesamt weitergezüchtete Formen von Wildgemüsen. Der Unterschied der wilden Karotte (Daucus carota) und der daraus gezüchteten Karotte (Daucus carota supsp. sativus) in puncto Wurzelgrösse, ist enorm. Es gibt auch Gemüsesorten, da wurde wahrscheinlich kaum aktiv gekreuzt, sondern nur selektiert. Beim Selektieren wählt man immer nur die Pflanzen einer Saison aus, die die Merkmale aufweisen, welche gefördert werden sollten (grösste Wurzel/Knolle, geringste Bitterstoffe, nicht holzig etc.). Deren Samen werden dann wieder angebaut und weitervermehrt, bis irgendwann eine neue Sorte daraus entstanden ist.

Kleine Kulturkarotte und Wildkarotte im Vergleich. Quelle: Wildsammlung.at


Wird immer bekannter


Es freut mich wirklich ausserordentlich zu sehen, dass auch in der Schweiz, Deutschland und Österreich immer mehr Menschen wissen, dass man Einiges essen kann, was nicht im Supermarkt „wächst“. Eigentlich ist es unsere Lebensgrundlage und etwas völlig Natürliches, Pflanzen zu sammeln und zu essen. Wir gehen einfach gerade durch eine merkwürdige Phase in unserer Geschichte, doch das wird sich wieder ändern.

In Kursen und Führungen gebe ich mein Wissen weiter. Danach verarbeiten wir die Pflanzen zusammen zu leckeren Köstlichkeiten. Hier mitten in Zürich mit den Alumni der Umwelt und Naturwissenschaften.
Da kann der Barkeeper einpacken. Beim Mixen eines „Wild Tonics“ mit exklusiven „Botanicals“.

Willst du auch ein Wildkräutererlebnis mit deiner Gruppe buchen? Dann findest du auf meiner Webseite die Kontaktdaten.

Bärlauch jedenfalls, kennen die meisten, von Löwenzahn als Gemüse haben sie gehört und bei der Brennnessel erreichen wir aber dann schon bald die Grenze. Spannenderweise kennen viele Menschen die Wildgemüse oft als Tee, kämen aber nicht auf die Idee, sie je als Gemüse zu essen. Die ganze Kräuterteekultur wird in Mitteleuropa immer noch stark mit Klöstern, Mönchen und Nonnen verbunden. Es gibt nicht viele Kräutertees OHNE das Konterfei eines Geistlichen drauf. Früher ging man u.a. zum Kloster um sich Rat und Hilfe zu holen; sowohl auf physischer, mentaler als auch geistiger Ebene. Aber wie schon gesagt: Eigentlich ist das Heil- und Wildpflanzenwissen Volksgut. Es gehört uns allen.
Stell dir vor, ein Volk, dass sich selbst zu helfen weiss und keine zentralisierbare Pharma oder spirituelle Obrigkeit braucht. Undenkbar, dahin dürfen und sollen wir nicht denken, da könnte ja jeder kommen und einfach so gesund werden;-)!


Stell dir vor, wenn immer mehr Menschen erfahren würden, dass Wildgemüse kostenlos ist und das Zeug auch noch die Superfoods, die sie so teuer in Kapselform kaufen, in den Schatten stellt. Der Aufschrei währe gross. Die Masse würde eskalieren, wenn sogar die Blätter im Stadtpark plötzlich essbar, lecker und heilend sind (Hier mein Beitrag dazu). Am Ententeich wachsen köstliche Wassergemüse und das wuchernde Zeugs, das der Hauswart immer weg zu spritzen versucht, wäre plötzlich ein Quell der Jugend. Stell dir vor, die Menschen würden plötzlich diese Tabelle unten zu Gesicht bekommen und Fragen stellen:

Quelle: unkrautliebe.de


Hier kannst du die Tabelle downloaden: Download | Nährstofftabelle Wildkräuter, Teerezepte Label, Saattütchen…


Plötzlich würden keine Labubus, sondern Bücher über Wildpflanzen in den Taschen mitgeführt werden. Wievielen Menschen mit Stichen, Schnitten, Durchfall oder Magenbrennen konnte ich schon helfen, einfach weil ich schnell eine Pflanze aus der Umgebung gepflückt habe? Das Wissen ist überlebenswichtig und gar relativ einfach zu lernen. Wenn du mal in der Materie drin bist, dann ist es wirklich nicht so schwer, Neues dazuzulernen. Ich lerne selbst immer wieder dazu, von Immigrantinnen und Immigranten, von alten Leuten, von jungen und einfach, weil ich eine bekannte, essbare Wildpflanze auf neue, kulinarische Art entdecke.

Die beliebtesten Wildgemüse 2026. Die Ideen unserer Community


Was ist deine Lieblingswildpflanze und wie magst du sie am liebsten? Hast du ein Rezept, dass du mit der Community teilen möchtest? Auf der Seite unten gestalten wir zusammen ein Ideenboard mit deinen Lieblingswildgemüsen und den besten Rezepten. Mach mit und lass dich von den Ideen der anderen inspirieren. Je mehr mitmachen, desto bunter und interessanter wird die virtuelle Pinwand. Die Teilnahme ist kostenlos und ich mache das, weil ich einfach Spass daran habe, mit dir die Wildgemüse zu entdecken. Ausserdem finde ich es wichtig, dass wir diese grünen Geschenke auch in unseren Alltag einbauen können.

Für dein Lieblingsrezept und Wildgemüse, klicke einfach unten auf +Posten. Falls es bei dir auf dem Gerät nicht funktioniert, dann ist hier der Link zur Pinwand auf Padlet.com.

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